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1B_177/2017 KI-generiert

Criminal proceeding—right to state-appointed defense counsel in bagatelle case with only fine at stake.

Geschäftsnummer 1B_177/2017
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)
Kostenauflage keine Kosten erhoben

Legislator-Zusammenfassung

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The Swiss Federal Supreme Court dismissed the complainant's appeal (and ordered no costs) for failure to meet procedural requirements, leaving the lower court's ruling in force. The case concerned a criminal proceeding involving traffic offenses, where the complainant had requested the appointment of a state-appointed defense counsel (amtliche Verteidigung). The prosecuting authority had proposed a fine and a substitute prison sentence. The lower courts rejected the request, reasoning that the matter was a clear bagatelle case and that neither factual nor legal complexity nor the defendant's personal circumstances necessitated the appointment of counsel. The Supreme Court held that the appellant did not meaningfully engage with the lower court's reasoning and failed to demonstrate a violation of constitutional rights, as required by Art. 42 (2) and Art. 106 (2) of the Swiss Federal Supreme Court Act (BGG). Consequently, the appeal was deemed inadmissible.

Legislator-Regeste

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Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 106 Abs. 1 BGG, Art. 106 Abs. 2 BGG, Art. 108 Abs. 1 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; Criminal proceeding—right to state-appointed defense counsel in bagatelle case with only fine at stake: The case concerned a criminal proceeding involving traffic offenses, where the complainant had requested the appointment of a state-appointed defense counsel (amtliche Verteidigung). The prosecuting authority had proposed a fine and a substitute prison sentence. The lower courts rejected the request, reasoning that the matter was a clear bagatelle case and that neither factual nor legal complexity nor the defendant's personal circumstances necessitated the appointment of counsel. The Supreme Court held that the appellant did not meaningfully engage with the lower court's reasoning and failed to demonstrate a violation of constitutional rights, as required by Art. 42 (2) and Art. 106 (2) of the Swiss Federal Supreme Court Act (BGG). Consequently, the appeal was deemed inadmissible.

Schlagwörter

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Strafverfahren Bestellung der amtlichen Verteidigung unentgeltliche Rechtsverbeiständung Übertretungen Ordnungsbusse Urkundsbeamter Parkplatzpflicht Klagegründe

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 Abs. 1 BGG

Basis for declaring the appeal inadmissible in a simplified procedure due to failure to meet formal requirements.

Art. 66 Abs. 1 BGG

Used to waive the imposition of court costs.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

{T 0/2}

1B_177/2017

Urteil vom 3. Mai 2017

I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Merkli, Präsident,

Gerichtsschreiber Pfäffli.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführer,

gegen

Strafgericht des Kantons Basel-Landschaft, Präsidentin, Grenzacherstrasse 8, 4132 Muttenz.

Gegenstand

Strafverfahren; Bestellung der amtlichen Verteidigung,

Beschwerde gegen den Beschluss vom 28. Februar 2017 des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht.

Erwägungen:

1. Vor dem Strafgericht Basel-Landschaft ist ein Strafverfahren gegen A.________ wegen Missachtung eines Fahrverbots für Motorwagen, Nichttragens der Sicherheitsgurte, Missachtung eines richterlichen Parkverbots und wegen Parkierens ausserhalb von Parkfeldern oder ausserhalb eines deutlich gekennzeichneten Belags hängig. Im Überweisungsschreiben vom 12. August 2016 beantragte die Staatsanwaltschaft sinngemäss die Ausfällung einer Busse von insgesamt Fr. 240.-- bzw. bei schuldhaftem Nichtbezahlen eine Ersatzfreiheitsstrafe von drei Tagen Haft. Die Präsidentin des Strafgerichts wies mit Verfügung vom 24. Oktober 2016 ein Gesuch von A.________ um Bewilligung der amtlichen Verteidigung ab. Gegen diese Verfügung erhob A.________ Beschwerde, welche das Kantonsgericht Basel-Landschaft mit Beschluss vom 28. Februar 2017 abwies. Das Kantonsgericht führte zur Begründung zusammenfassend aus, dass es vorliegend um einen klaren Bagatellfall gehe. Aufgrund der tatsächlichen und rechtlichen Gegebenheiten des Falles bestehe keine Notwendigkeit für die Bestellung eines amtlichen Verteidigers. Der Beschwerdeführer bedürfe auch aus Gründen, die in seiner Person liegen, keiner amtlichen Verteidigung.

2. A.________ führt mit Eingabe vom 30. April 2017 (Postaufgabe 27. April 2017) Beschwerde in Strafsachen gegen den Beschluss des Kantonsgerichts Basel-Landschaft vom 28. Februar 2017. Das Bundesgericht verzichtet auf die Einholung von Vernehmlassungen.

3. Nach Art. 42 Abs. 2 BGG ist in der Begründung einer Beschwerde in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Bestimmungen von Art. 95 ff. BGG nennen die vor Bundesgericht zulässigen Beschwerdegründe. Hinsichtlich der Verletzung von Grundrechten gilt der in Art. 106 Abs. 1 BGG verankerte Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen nicht; insofern besteht eine qualifizierte Rügepflicht ( Art. 106 Abs. 2 BGG ; BGE 136 I 49 E. 1.4.1 S. 53, 65 E. 1.3.1 S. 68 mit Hinweisen). Es obliegt dem Beschwerdeführer namentlich darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid gegen die gerügten Grundrechte verstossen soll.

Der Beschwerdeführer setzt sich mit der Begründung des Kantonsgerichts, die zur Abweisung der Beschwerde führte, überhaupt nicht auseinander. Er legt deshalb mit seinen nicht sachbezogenen Ausführungen nicht ansatzweise dar, inwiefern die Begründung des Kantonsgerichts bzw. dessen Beschluss selbst rechts- bzw. verfassungswidrig sein soll. Die Beschwerde genügt den gesetzlichen Formerfordernissen offensichtlich nicht, weshalb auf sie im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 BGG nicht einzutreten ist.

4. Auf eine Kostenauflage ist zu verzichten ( Art. 66 Abs. 1 BGG ).

Demnach erkennt der Präsident:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, dem Strafgericht des Kantons Basel-Landschaft, Präsidentin, und dem Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 3. Mai 2017

Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Merkli

Der Gerichtsschreiber: Pfäffli