Complainant's Appeal Against Imposed Security Deposits Refused Due to Lack of Substantiation and Legal Aid Request Record
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe case concerns a criminal proceeding where the Zurich-Limmat Public Prosecutor's Office decided not to pursue charges of defamation against several individuals named by the complainant, referred to as A._______. A._______ then appealed this decision to the Higher Court of Zurich. The court initiated separate proceedings for each accused individual, requiring A._______ to post a security deposit of CHF 500 per case in March 2020, warning that failure to do so would result in the dismissal of the appeals. A._______ subsequently filed seven complaints against this requirement, arguing that he was unable to afford the deposits and implicitly claimed a right to free legal assistance, although he had not applied for such relief in the cantonal proceedings. The Swiss Federal Tribunal was tasked with examining these complaints.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 42 Abs. 2 BGG, Art. 108 Abs. 1 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; Complainant's Appeal Against Imposed Security Deposits Refused Due to Lack of Substantiation and Legal Aid Request Record: A._______ then appealed this decision to the Higher Court of Zurich. The court initiated separate proceedings for each accused individual, requiring A._______ to post a security deposit of CHF 500 per case in March 2020, warning that failure to do so would result in the dismissal of the appeals. A._______ subsequently filed seven complaints against this requirement, arguing that he was unable to afford the deposits and implicitly claimed a right to free legal assistance, although he had not applied for such relief in the cantonal proceedings. The Swiss Federal Tribunal was tasked with examining these complaints.
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KI-generiertUsed to declare that the appeals cannot be entertained in the simplified procedure due to insufficient substantiation.
Used to rule that no court costs shall be levied.
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
1B_170-176/2020
Urteil vom 9. April 2020
I. öffentlich-rechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Chaix, Präsident,
Gerichtsschreiber Störi.
Verfahrensbeteiligte
A.________,
Beschwerdeführer,
gegen
Obergericht des Kantons Zürich,
III. Strafkammer, Präsident i.V.
Gegenstand
Strafverfahren; Sicherheitsleistung,
Beschwerden gegen die Verfügungen des Obergerichts
des Kantons Zürich, III. Strafkammer, Präsident i.V.,
vom 6. März 2020 (UE200053-O/Z1, UE200054-O/Z1,
UE200055-O/Z1, UE200056-O/Z1, UE200057-O/Z1,
UE200058-O/Z1 und UE200059-O/Z1).
Erwägungen:
1.
1.1. Mit Verfügung D-8/2019/10036755 vom 22. Januar 2020 hat die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat das Strafverfahren gegen B.________, C.________, D.________, E.________, F.________, G.________ und H.________ wegen übler Nachrede zum Nachteil von A.________ nicht an die Hand genommen.
Gegen diese Nichtanhandnahmeverfügung erhob A.________ Beschwerde beim Obergericht des Kantons Zürich.
1.2. Das Obergericht eröffnete daraufhin für jede von A.________ beschuldigte Person ein separates Beschwerdeverfahren (UE200053-O/Z1, UE200054-O/Z1, UE200055-O/Z1, UE200056-O/Z1, UE200057-O/Z1 UE200058-O/Z1 und UE200059-O/Z1). Am 6. März 2020 auferlegte es A.________ mit sieben gleichlautenden Verfügungen Prozesskautionen von je Fr. 500.--, unter der Androhung, bei Säumnis auf die Rechtsmittel nicht einzutreten.
1.3. Gegen diese obergerichtlichen Verfügungen erhebt A.________ sieben gleichlautende Beschwerden (Verfahren 1B_170-176/2020), mit denen er sinngemäss beantragt, die Prozesskautionen aufzuheben, da er nicht über die finanziellen Mittel verfüge, sie zu leisten.
1.4. Vernehmlassungen wurden keine eingeholt.
2. Die sieben zusammenhängenden Verfahren sind zu vereinigen.
3. Angefochten sind kantonal letztinstanzliche Entscheide in einer strafrechtlichen Angelegenheit. Dagegen steht die Beschwerde nach Art. 78 ff. BGG offen. Es ist allerdings Sache des Beschwerdeführers, sowohl darzulegen, dass die Sachurteilsvoraussetzungen erfüllt sind, soweit das nicht offensichtlich ist ( Art. 42 Abs. 2 BGG ; BGE 133 II 249 E. 1.1; 353 E. 1), als auch, dass die angefochtenen Entscheide Bundesrecht verletzen ( BGE 135 III 127 E. 1.6 S. 130; 134 II 244 E. 2.1 und 2.2 S. 245 f.; je mit Hinweisen).
Der Beschwerdeführer rügt sinngemäss eine Verletzung seines Anspruchs auf unentgeltliche Rechtspflege. Er behauptet indessen nicht, dass er in den kantonalen Verfahren solche Gesuche gestellt hätte. Weshalb sein Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege gleichwohl verletzt worden sein sollte, legt er nicht dar. Aus den Beschwerden ergibt sich damit nicht, inwiefern die obergerichtlichen Verfügungen rechts- bzw. verfassungswidrig sein sollen. Die Beschwerden genügen den gesetzlichen Begründungsanforderungen offensichtlich nicht, weshalb auf sie im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 BGG nicht einzutreten ist.
4. Auf die Erhebung von Kosten kann ausnahmsweise verzichtet werden ( Art. 66 Abs. 1 BGG ).
Demnach erkennt der Präsident:
1. Die Verfahren 1B_170/2020, 1B_171/2020, 1B_172/2020, 1B_173/2020, 1B_174/2020, 1B_175/2020 und 1B_176/2020 werden vereinigt.
2. Auf die Beschwerden wird nicht eingetreten.
3. Es werden keine Kosten erhoben.
4. Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer und dem Obergericht des Kantons Zürich, III. Strafkammer, Präsident i.V., schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 9. April 2020
Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Chaix
Der Gerichtsschreiber: Störi