Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
1B_157/2014 KI-generiert

Complaint Against Cantonal Court for Delayed Release Decision Dismissed on Formal Grounds

Geschäftsnummer 1B_157/2014
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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A party filed a complaint regarding a delay in processing a request for release from detention, submitted to the relevant appellate court. The initial request for release was made on April 10, 2014, and the complainant claimed that the appellate court had not addressed it within the legally mandated timeframe. This complaint was raised after only five working days had passed since the filing of the request, including the consideration that the court was to decide on such matters expeditiously. The court noted that the delay was not unreasonable and did not violate the complainant's right to a timely review. Consequently, the complaint did not meet the necessary legal requirements for further consideration.

Legislator-Regeste

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Art. 42 BGG, Art. 29 Abs. 1 BV, Art. 106 Abs. 2 BGG, Art. 233 StPO, Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; Complaint Against Cantonal Court for Delayed Release Decision Dismissed on Formal Grounds: The initial request for release was made on April 10, 2014, and the complainant claimed that the appellate court had not addressed it within the legally mandated timeframe. This complaint was raised after only five working days had passed since the filing of the request, including the consideration that the court was to decide on such matters expeditiously. The court noted that the delay was not unreasonable and did not violate the complainant's right to a timely review. Consequently, the complaint did not meet the necessary legal requirements for further consideration.

Schlagwörter

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Rechtsverzögerung Strafanzeige gesetzliche Frist Arbeitsexternat Verfahrensverzögerungen Demonstrationsrecht verspätetes Asylgesuch

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG

The appeal was not admitted to proceedings under the simplified procedure because it did not meet the formal requirements.

Art. 66 Abs. 1 BGG

The decision states that no costs shall be levied.

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Spätere Entscheide, die dieses Urteil zitieren (6)

SK1 2020 29 (2020-06-02) · gr
Denial of Release from Pre-Trial Detention for Mentally Ill Arson Convict with High Reoffense Risk
«…xis im schriftlichen Verfahren erst mit Abschluss des Schriftenwechsels zu laufen (vergleiche Urteil des Bundesgerichts 1B_157/2014 vom 06. Mai 2014 E. 3.1). 2. Der vorzeitige Straf- oder Massnahmenantritt stellt seiner Natur nach eine strafproz…»
SK1 2020 29 (2020-06-02) · gr
Dismissal of Early Release from Psychiatric Treatment for Preparatory Arson
«…s im schriftlichen Verfahren erst mit Abschluss des Schriften- wechsels zu laufen (vergleiche Urteil des Bundesgerichts 1B_157/2014 vom 06. Mai 2014 E. 3.1). 2. Der vorzeitige Straf- oder Massnahmenantritt stellt seiner Natur nach eine strafpro…»
SK1 2020 21 (2020-04-21) · gr
Attempted Homicide Convict's Early Release Denied Due to COVID-19 Concerns
«…O beginnt nach der Praxis im schriftlichen Verfahren erst mit Abschluss des Schriftenwechsels zu laufen (vergleiche BGE 1B_157/2014 vom 06. Mai 2014 E. 3.1). Das Haftentlassungsgesuch ist gestützt auf die Bestimmungen zur Sicherheitshaft gemäss Art. 2…»
SK1 2020 21 (2020-04-21) · gr
Attempted Homicide Convict Denied Early Release Based on COVID-19 Concerns
«…- ginnt nach der Praxis im schriftlichen Verfahren erst mit Abschluss des Schriften- wechsels zu laufen (vergleiche BGE 1B_157/2014 vom 06. Mai 2014 E. 3.1). Das Haftentlassungsgesuch ist gestützt auf die Bestimmungen zur Sicherheitshaft gemäss Art. 2…»
2015.OG.SP.15 (2015-07-20) · ur
Applicant for Pre-Trial Release Denied Due to Risk of Witness Collusion
«…innt nach der Praxis im schriftlichen Verfahren erst mit Abschluss des Schriftenwechsels zu laufen (vergleiche BGE 1B_157/2014 vom 06.05.2014 E. 3.1 mit Verweis auf BGE 1B_200/2012 vom 20.04.2012 E. 2.3). 2. Sicherheitshaft ist nur zuläs…»
2015.OG.SP.15 (2015-01-28) · ur
Release from Pre-trial Detention Following Conviction Annulment
«…innt nach der Praxis im schriftlichen Verfahren erst mit Abschluss des Schriftenwechsels zu laufen (vergleiche BGE 1B_157/2014 vom 06.05.2014 E. 3.1 mit Verweis auf BGE 1B_200/2012 vom 20.04.2012 E. 2.3). 2. Sicherheitshaft ist nur zuläs…»

Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

{T 0/2}

1B_157/2014

Urteil vom 6. Mai 2014

I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Fonjallaz, Präsident,

Gerichtsschreiber Pfäffli.

Verfahrensbeteiligte

X.________,

Beschwerdeführer,

gegen

Obergericht des Kantons Aargau .

Gegenstand

Rechtsverzögerung,

Beschwerde gegen das Obergericht des Kantons Aargau.

Erwägungen:

1. X.________ erhob mit Eingabe vom 22. April 2014 Rechtsverzögerungs- bzw. Rechtsverweigerungsbeschwerde gegen das Obergericht des Kantons Aargau. Das Obergericht habe sein Haftentlassungsgesuch vom 10. April 2014 noch nicht behandelt.

2. Eine Beschwerde an das Bundesgericht ist zu begründen ( Art. 42 BGG ). Bei Verfassungsrügen wie der geltend gemachten Rechtsverzögerung bzw. Rechtsverweigerung ( Art. 29 Abs. 1 BV ) besteht eine qualifizierte Rügepflicht. Die Rüge muss in der Beschwerde präzise vorgebracht und begründet werden ( Art. 106 Abs. 2 BGG ; BGE 136 I 49 E. 1.4.1 S. 53, 65 E. 1.3.1 S. 68 mit Hinweisen).

3. Aus den Ausführungen des Beschwerdeführers ergibt sich, dass er am 10. April 2014 ein Haftentlassungsgesuch an das Obergericht des Kantons Aargau als Berufungsgericht gerichtet hat. Dieses sei gemäss Art. 233 StPO verpflichtet, innert fünf Tagen über das Haftentlassungsgesuch zu entscheiden.

3.1. Der Gesetzgeber verlangt, dass Haftentlassungsgesuche mit besonderer Beschleunigung beurteilt werden. Die Einhaltung der 5-Tagesfrist von Art. 233 StPO ist im schriftlichen Verfahren, in welchem dem Gesuchsteller in jedem Fall das Recht eingeräumt werden muss, auf alle gegnerischen Vernehmlassungen zu replizieren, unmöglich. Sie beginnt daher nach der Praxis erst mit Abschluss des Schriftenwechsels zu laufen, der zügig durchgeführt werden muss (vgl. Urteil 1B_200/2012 vom 20. April 2012, E. 2.3).

3.2. Der Beschwerdeführer hat sein Haftentlassungsgesuch nach eigenen Angaben am 10. April 2014 gestellt. Zwischen der Aufgabe des Haftentlassungsgesuchs und der Einreichung der vorliegenden Rechtsverzögerungsbeschwerde lagen infolge der Osterfeiertage lediglich fünf Arbeitstage. Weshalb nun das Obergericht verpflichtet gewesen sein soll, innert dieser Frist über sein Haftentlassungsgesuch zu befinden und den Entscheid dem Gesuchsteller zuzustellen, legt der Beschwerdeführer nicht dar und solches ist auch nicht ersichtlich. Aus der Beschwerde ergibt sich somit nicht, inwiefern das Obergericht den Anspruch auf eine Beurteilung innert angemessener Frist im Sinne von Art. 29. Abs. 1 BV verletzt haben sollte. Die Beschwerde genügt daher den gesetzlichen Formerfordernissen nicht, weshalb auf sie im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht einzutreten ist.

4. Auf eine Kostenauflage kann verzichtet werden ( Art. 66 Abs. 1 BGG ).

Demnach erkennt der Präsident:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer und dem Obergericht des Kantons Aargau schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 6. Mai 2014

Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Fonjallaz

Der Gerichtsschreiber: Pfäffli