Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
1B_154/2022 KI-generiert

Appeal Dismissed for Non-Payment of Mandatory Cost Advance in Sexual Assault Case Related to Seized Laptop

Geschäftsnummer 1B_154/2022
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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In a criminal case involving charges against an individual identified as A.________, the Zurich-Limmat Public Prosecutor's Office seized and examined a laptop belonging to the victim. The prosecutor's office decided to return the laptop to the victim, and A.________ was given a deadline to initiate a civil lawsuit if he wished to contest this decision. A.________ filed a complaint with the Zurich Higher Court, which was dismissed on February 17, 2022. He then appealed to the Swiss Federal Tribunal. However, when asked to pay an advance of CHF 2,000 for costs by April 25, 2022, A.________ did not comply. Instead, he sent a defaced payment slip with derogatory remarks about the legal professionals involved and refused to pay the advance. Consequently, the Federal Tribunal opted not to set an additional deadline for the payment and decided not to admit the appeal.

Legislator-Regeste

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Art. 267 Abs. 5 StPO, Art. 62 Abs. 1 BGG, Art. 62 Abs. 3 BGG, Art. 108 BGG; Appeal Dismissed for Non-Payment of Mandatory Cost Advance in Sexual Assault Case Related to Seized Laptop: The prosecutor's office decided to return the laptop to the victim, and A.________ was given a deadline to initiate a civil lawsuit if he wished to contest this decision. A.________ filed a complaint with the Zurich Higher Court, which was dismissed on February 17, 2022. He then appealed to the Swiss Federal Tribunal. However, when asked to pay an advance of CHF 2,000 for costs by April 25, 2022, A.________ did not comply. Instead, he sent a defaced payment slip with derogatory remarks about the legal professionals involved and refused to pay the advance. Consequently, the Federal Tribunal opted not to set an additional deadline for the payment and decided not to admit the appeal.

Schlagwörter

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Strafverfahren Herausgabe Kostenvorschuss Vorschuss sexuelle Nötigung strafrechtliche Anklage prozessleitende Verfügungen Ertrag

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 BGG

This article is implicitly referred to by the final order structure, although not explicitly numbered in the dispositive, but the decision on costs is based on procedural grounds.

Art. 62 Abs. 3 BGG

Cited in the reasoning as the basis for not entering into the merits of the appeal when the cost advance is not paid, although the procedure of setting a final deadline was waived.

Art. 62 Abs. 1 BGG

Cited in the reasoning as the general rule requiring the payment of a cost advance for appealing to the Federal Tribunal.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

1B_154/2022

Urteil vom 26. April 2022

I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichterin Jametti, präsidierendes Mitglied,

Gerichtsschreiber Störi.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführer,

gegen

B.________,

vertreten durch Rechtsanwältin Caroline Engel,

Beschwerdegegnerin,

Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat, Stauffacherstrasse 55, Postfach, 8036 Zürich.

Gegenstand

Strafverfahren; Herausgabe,

Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Zürich, III. Strafkammer, vom 17. Februar 2022 (UH200246-O/U/HON).

Erwägungen:

1. Im Rahmen des Strafverfahrens gegen A.________ wegen Schändung etc. liess die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat in der Wohnung der Geschädigten einen Laptop sicherstellen und auswerten. Am 21. Juli 2020 sprach sie das Gerät der Geschädigten zu und setzte A.________ nach Art. 267 Abs. 5 StPO Frist an zur Anhebung einer Zivilklage.

A.________ erhob gegen diese Verfügung der Staatsanwaltschaft Beschwerde ans Obergericht des Kantons Zürich, welche sie am 17. Februar 2022 abwies.

Am 22. März 2022 erhob A.________ beim Bundesgericht Beschwerde gegen diesen Beschluss des Obergerichts.

Mit Verfügung vom 31. März 2022 wurde A.________ Frist bis zum 25. April 2022 angesetzt, um einen Kostenvorschuss von Fr. 2'000.- zu leisten.

Mit Eingabe vom 25. April 2022 reichte A.________ den ihm vom Bundesgericht für die Bezahlung des Kostenvorschusses zugestellten Einzahlungsschein in Stücke gerissen und mit der Aufschrift "sonst noch ganz dicht ?" versehen ein. Im Begleitschreiben hält er unmissverständlich fest, dass er bestimmt nichts dafür zahlen werde, dass die überbezahlten Juristen ihre Arbeit machen; weiter ergeht er sich in Beschimpfungen der Juristen, die seinen Fall bearbeiteten, und fordert das Bundesgericht auf, die Zürcher Justiz zu korrigieren und ihm sein Eigentum zurückzugeben.

2. Wer das Bundesgericht anruft, hat einen Kostenvorschuss in der Höhe der mutmasslichen Prozesskosten zu leisten ( Art. 62 Abs. 1 BGG ). Läuft die Frist für die Leistung des Kostenvorschusses unbenutzt ab, so setzt der Instruktionsrichter eine Nachfrist zur Leistung des Kostenvorschusses an. Verstreicht diese unbenutzt, tritt das Bundesgericht auf die Beschwerde nicht ein ( Art. 62 Abs. 3 BGG ).

Vorliegend hat der Beschwerdeführer den ihm auferlegten Kostenvorschuss innert Frist nicht bezahlt. Stattdessen hat er in seiner Eingabe einerseits die mit der Angelegenheit befassten Mitglieder der Zürcher Justiz ungebührlich verunglimpft, anderseits aber unmissverständlich erklärt, dass er keinen Kostenvorschuss bezahlen werde. Unter diesen Umständen käme die Ansetzung einer Nachfrist zur Leistung eines Kostenvorschusses einer leeren Formalität gleich, weshalb darauf ausnahmsweise zu verzichten ist. Auf die Beschwerde ist nicht einzutreten, da der Beschwerdeführer die Leistung des Kostenvorschusses verweigert. Auf die Erhebung von Kosten kann dabei ausnahmsweise verzichtet werden.

Demnach erkennt das präsidierende Mitglied:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Dieses Urteil wird den Parteien, Rechtsanwalt Thomas Hiestand, Zürich, der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat und dem Obergericht des Kantons Zürich, III. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 26. April 2022

Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Das präsidierende Mitglied: Jametti

Der Gerichtsschreiber: Störi