Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
1B_148/2021 KI-generiert

Federal Court Declines to Review Interlocutory Decision on Suspensive Effect Absent Constitutional Grounds

Geschäftsnummer 1B_148/2021
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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The case involves an individual, A.________, who filed a complaint to the Solothurn Cantonal Court's decision, which denied his request to attribute suspensive effect to his appeal against a prosecutorial order issued on February 1, 2021. This order related to a criminal proceeding stemming from an alleged incident leading to the issuance of a penal order on October 5, 2020. A.________ sought to have the penal order declared null or to have his right to appeal reinstated, and also requested his release from detention. The Solothurn Obergericht rejected this request on February 17, 2021. A.________ further appealed to the Swiss Federal Tribunal, which was again purely focused on obtaining suspensive effect for his appeal.

Legislator-Regeste

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Art. 98 BGG, Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 106 Abs. 2 BGG, Art. 64 LTF, Art. 78 ff. BGG, Art. 93 BGG; Federal Court Declines to Review Interlocutory Decision on Suspensive Effect Absent Constitutional Grounds: This order related to a criminal proceeding stemming from an alleged incident leading to the issuance of a penal order on October 5, 2020. A.________ sought to have the penal order declared null or to have his right to appeal reinstated, and also requested his release from detention. The Solothurn Obergericht rejected this request on February 17, 2021. A.________ further appealed to the Swiss Federal Tribunal, which was again purely focused on obtaining suspensive effect for his appeal.

Schlagwörter

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Strafverfahren aufschiebende Wirkung Zwischenentscheid verfassungsmässige Anforderung tatsächliche Begründung Einrede der Verfassungswidrigkeit Revisionsgrund

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 106 Abs. 2 BGG

Cited in the reasoning regarding the strict requirements for challenging the arbitrary application of cantonal law and factual findings, relevant for the inadmissibility finding.

Art. 42 Abs. 2 BGG

Cited in the reasoning regarding the requirement for the appellant to demonstrate that the objective conditions for appeal are met.

Art. 64 LTF

The dispositive does not explicitly order the awarding of legal aid (Art. 64 LTF), limiting the output solely to what is strictly numbered in the dispositive.

Art. 78 ff. BGG

Cited in the reasoning as the basis for the admissibility of the appeal in criminal matters.

Art. 93 BGG

Although referred to in the reasoning about admissibility, this article is not explicitly cited in the final orders (dispositive).

Art. 98 BGG

The appeal was declared inadmissible because it concerned an interlocutory decision against which only constitutional complaints are admissible.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

1B_148/2021

Urteil vom 23. März 2021

I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Chaix, präsidierendes Mitglied,

Gerichtsschreiber Störi.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführer,

gegen

Staatsanwaltschaft des Kantons Solothurn, Franziskanerhof, Barfüssergasse 28,

Postfach 157, 4502 Solothurn.

Gegenstand

Strafverfahren; aufschiebende Wirkung,

Beschwerde gegen die Verfügung des Obergerichts

des Kantons Solothurn, Beschwerdekammer, Vizepräsidentin, vom 17. Februar 2021 (BKBES.2021.23).

Erwägungen:

1. Vor dem Solothurner Obergericht ist eine Beschwerde von A.________ gegen eine Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 1. Februar 2021 hängig. Er beantragt damit, es sei die Nichtigkeit des Strafbefehls vom 5. Oktober 2020 festzustellen oder ihm die Rechtsmittelfrist wiederherzustellen; ausserdem sei er aus dem Strafvollzug zu entlassen. Er ersuchte, seiner Beschwerde aufschiebende Wirkung beizulegen.

Am 17. Februar 2021 hat das Obergericht das Gesuch von A.________ um aufschiebende Wirkung abgewiesen.

Mit eigenhändiger Beschwerde vom 15. März 2021 beantragt A.________, diese obergerichtliche Verfügung aufzuheben und ersucht, seiner Beschwerde aufschiebende Wirkung beizulegen.

Vernehmlassungen wurden keine eingeholt.

2. Angefochten ist ein kantonal letztinstanzlicher Entscheid in einer strafrechtlichen Angelegenheit. Dagegen steht die Beschwerde nach Art. 78 ff. BGG offen. Er lehnt allerdings einzig das Gesuch um aufschiebende Wirkung ab, schliesst das Beschwerdeverfahren mithin nicht ab; es handelt sich daher um einen Zwischenentscheid, gegen den nur Verfassungsrügen zulässig sind ( Art. 98 BGG ). Es ist Sache des Beschwerdeführers, sowohl darzulegen, dass die Sachurteilsvoraussetzungen erfüllt sind, soweit das nicht offensichtlich ist ( Art. 42 Abs. 2 BGG ; BGE 133 II 249 E. 1.1; 353 E. 1), als auch, dass der angefochtene Entscheid Bundesrecht verletzt ( BGE 135 III 127 E. 1.6 S. 130; 134 II 244 E. 2.1 und 2.2 S. 245 f.; je mit Hinweisen). Strengere Anforderungen gelten, wenn die Verletzung von Grundrechten (einschliesslich der willkürlichen Anwendung von kantonalem Recht und Willkür bei der Sachverhaltsfeststellung) geltend gemacht wird. Dies prüft das Bundesgericht nur insoweit, als eine solche Rüge in der Beschwerde klar und detailliert erhoben und, soweit möglich, belegt und begründet worden ist ( Art. 106 Abs. 2 BGG ; BGE 135 III 127 E. 1.6 S. 130; 134 II 244 E. 2.1 und 2.2 S. 245 f.; je mit Hinweisen).

Der Beschwerdeführer erhebt keine Verfassungsrügen, geschweige denn solche, die den erwähnten, qualifizierten gesetzlichen Begründungsanforderungen genügen würden. Auf die Beschwerde ist daher im vereinfachten Verfahren nicht einzutreten, wobei auf die Erhebung von Gerichtskosten ausnahmsweise verzichtet werden kann. Mit dem Entscheid in der Hauptsache wird das Gesuch um aufschiebende Wirkung gegenstandslos.

Demnach erkennt das präsidierende Mitglied:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, der Staatsanwaltschaft des Kantons Solothurn, dem Obergericht des Kantons Solothurn, Beschwerdekammer, Vizepräsidentin, und B.________ schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 23. März 2021

Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Das präsidierende Mitglied: Chaix

Der Gerichtsschreiber: Störi