Procedural deposit for appeal in criminal proceedings; duty to apply for free legal assistance before lower court and strict grounds for constitutional review.
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Swiss Federal Supreme Court did not enter into the merits of the appeal and dismissed it, thereby upholding the lower court's order requiring the appellant to pay a procedural deposit of CHF 1,500 under Article 383 of the Swiss Code of Criminal Procedure (StPO) as a condition for proceeding with his appeal; the appellant’s request for free legal assistance was also denied. The dispute arose from a criminal proceeding where the appellant, as a private claimant, challenged a district office decision and was ordered by the Zurich Cantonal Court to provide security for potential procedural costs. The Supreme Court found that the appellant failed to meet the strict formal requirements of Article 42(2) and Article 106(2) of the Federal Supreme Court Act (BGG) because he did not adequately demonstrate a violation of his right to free legal assistance, particularly as he had not shown that he had filed such a request in the lower court. Although the appeal was deemed clearly hopeless, the court exceptionally waived the imposition of court costs under Article 66(1) BGG.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 383 StPO, Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 106 Abs. 1 BGG, Art. 106 Abs. 2 BGG, Art. 108 Abs. 1 BGG, Art. 64 BGG; Procedural deposit for appeal in criminal proceedings; duty to apply for free legal assistance before lower court and strict grounds for constitutional review: The dispute arose from a criminal proceeding where the appellant, as a private claimant, challenged a district office decision and was ordered by the Zurich Cantonal Court to provide security for potential procedural costs. The Supreme Court found that the appellant failed to meet the strict formal requirements of Article 42(2) and Article 106(2) of the Federal Supreme Court Act (BGG) because he did not adequately demonstrate a violation of his right to free legal assistance, particularly as he had not shown that he had filed such a request in the lower court. Although the appeal was deemed clearly hopeless, the court exceptionally waived the imposition of court costs under Article 66(1) BGG.
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KI-generiertUsed to declare the appeal inadmissible in simplified proceedings due to failure to meet formal requirements.
Basis for rejecting the request for free legal assistance due to the appeal's obvious lack of merit.
Justification for exceptionally waiving court costs despite the dismissal.
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Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
1B_141/2022
Urteil vom 16. März 2022
I. öffentlich-rechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichterin Jametti, präsidierendes Mitglied,
Gerichtsschreiber Pfäffli.
Verfahrensbeteiligte
A.________,
Beschwerdeführer,
gegen
Obergericht des Kantons Zürich, III. Strafkammer, Präsident i.V.,
Hirschengraben 15, Postfach 2401, 8021 Zürich.
Gegenstand
Strafverfahren; Prozesskaution,
Beschwerde gegen die Verfügung des Obergerichts
des Kantons Zürich, III. Strafkammer, Präsident i.V.,
vom 7. März 2022 (UE220064-O/Z1).
Erwägungen:
1. Der Privatkläger A.________ erhob gegen die Verfügung des Statthalteramts des Bezirks Dietikon vom 14. Februar 2022 Beschwerde. Die III. Strafkammer des Obergerichts des Kantons Zürich forderte ihn mit Verfügung vom 7. März 2022 auf, innert 30 Tagen, von der Mitteilung dieser Verfügung an gerechnet, zur Deckung der allfällig ihn treffenden Prozesskosten eine Prozesskaution im Sinne von Art. 383 StPO von Fr. 1'500.-- zu leisten, ansonsten auf die Beschwerde nicht eingetreten werde.
2. A.________ führt mit Eingabe vom 14. März 2022 Beschwerde in Strafsachen gegen die Verfügung der III. Strafkammer des Obergerichts des Kantons Zürich vom 7. März 2022. Das Bundesgericht verzichtet auf die Einholung von Vernehmlassungen.
3. Nach Art. 42 Abs. 2 BGG ist in der Begründung einer Beschwerde in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Bestimmungen von Art. 95 ff. BGG nennen die vor Bundesgericht zulässigen Beschwerdegründe. Hinsichtlich der Verletzung von Grundrechten gilt der in Art. 106 Abs. 1 BGG verankerte Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen nicht; insofern besteht eine qualifizierte Rügepflicht ( Art. 106 Abs. 2 BGG ; BGE 136 I 49 E. 1.4.1, 65 E. 1.3.1 mit Hinweisen). Es obliegt dem Beschwerdeführer namentlich darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid gegen Grundrechte verstossen soll.
Der Beschwerdeführer beanstandet eine Verletzung seines Anspruchs auf unentgeltliche Rechtspflege. Er macht indessen nicht geltend, dass er im Beschwerdeverfahren vor dem Obergericht ein solches Gesuch gestellt hätte. Weshalb sein Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege gleichwohl verletzt worden sein sollte, ist weder ersichtlich noch legt er dies dar. Aus seinen Ausführungen ergibt sich somit nicht, inwiefern die Verfügung der III. Strafkammer rechts- bzw. verfassungswidrig sein soll. Die Beschwerde genügt den gesetzlichen Formerfordernissen offensichtlich nicht, weshalb auf sie im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 BGG nicht einzutreten ist.
4. Angesichts der offensichtlichen Aussichtslosigkeit der vorliegenden Beschwerde kann dem Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege nicht entsprochen werden ( Art. 64 BGG ). Auf eine Kostenauflage ist ausnahmsweise zu verzichten ( Art. 66 Abs. 1 BGG ).
Demnach erkennt das präsidierende Mitglied:
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.
3. Es werden keine Kosten erhoben.
4. Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer und dem Obergericht des Kantons Zürich, III. Strafkammer, Präsident i.V., schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 16. März 2022
Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Das präsidierende Mitglied: Jametti
Der Gerichtsschreiber: Pfäffli