Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
1B_132/2019 KI-generiert

Federal Court Dismisses Appeal Against Disciplinary Fines for Insulting Prosecutor

Geschäftsnummer 1B_132/2019
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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The case involves two individuals, referred to as A.________ and B.________, who were fined by the president of the Appeals Chamber of the Cantonal Court of Bern for grossly insulting and personally attacking a public prosecutor in their complaint letter. They received fines of 100 and 200 Swiss Francs respectively. In response, the two individuals filed a criminal complaint seeking to overturn these fines. The decision being contested was issued by the Cantonal Court of Bern as a final local judgment in a criminal matter, yet the procedure was still ongoing as it constituted an interim order. The complaint they filed was subject to federal appeal under certain circumstances, either potentially causing an irreparable legal disadvantage or potentially leading to a final judgment that would save significant time or costs of extensive evidence proceedings. However, the complainants failed to demonstrate that these criteria were met, resulting in the non-admission of their appeal, and they were consequently ordered to bear the court costs.

Legislator-Regeste

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Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG, Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG, Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 93 Abs. 1 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; Federal Court Dismisses Appeal Against Disciplinary Fines for Insulting Prosecutor: They received fines of 100 and 200 Swiss Francs respectively. In response, the two individuals filed a criminal complaint seeking to overturn these fines. The decision being contested was issued by the Cantonal Court of Bern as a final local judgment in a criminal matter, yet the procedure was still ongoing as it constituted an interim order. The complaint they filed was subject to federal appeal under certain circumstances, either potentially causing an irreparable legal disadvantage or potentially leading to a final judgment that would save significant time or costs of extensive evidence proceedings. However, the complainants failed to demonstrate that these criteria were met, resulting in the non-admission of their appeal, and they were consequently ordered to bear the court costs.

Schlagwörter

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Strafverfahren Ordnungsbusse Ordnungsbussen Prozessvoraussetzung Beleidigung Ausstand von Staatsanwälten Einstellung wegen Körperverletzung öffentliche Verhandlung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 66 Abs. 1 BGG

The appellants were ordered to pay the court costs because the appeal was not admitted.

Art. 93 Abs. 1 BGG

The appeal was dismissed on the grounds that the conditions for appealing an interlocutory decision according to Art. 93 para. 1 lit. a or lit. b BGG were not met.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

1B_132/2019

Urteil vom 21. März 2019

I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Merkli, präsidierendes Mitglied,

Gerichtsschreiber Störi.

Verfahrensbeteiligte

1. A.________,

2. B.________,

Beschwerdeführer,

gegen

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern.

Gegenstand

Strafverfahren; Ordnungsbusse,

Beschwerde gegen die Verfügung des Obergerichts des Kantons Bern, Beschwerdekammer in Strafsachen, vom 6. Februar 2019 (BK 18 348 + 349).

Erwägungen:

1. Die Präsidentin der Beschwerdekammer des Obergerichts des Kantons Bern auferlegte B.________ eine Ordnungsbusse von Fr. 200.-- und A.________ eine solche von Fr. 100.-- mit der Begründung, sie hätten in ihrer Beschwerdeschrift die Staatsanwältin grob beleidigt und in ihrer Persönlichkeit verletzt.

Mit Beschwerde in Strafsachen beantragen B.________ und A.________ sinngemäss, diese Bussenverfügung aufzuheben.

Vernehmlassungen wurden keine eingeholt.

2. Angefochten ist ein kantonal letztinstanzlicher Entscheid in einer strafrechtlichen Angelegenheit. Dagegen steht die Beschwerde nach Art. 78 ff. BGG offen. Er schliesst das Verfahren indessen nicht ab; es handelt sich mithin um einen Zwischenentscheid, gegen den die Beschwerde zulässig ist, wenn er einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil rechtlicher Natur ( BGE 133 IV 139 E. 4) bewirken könnte ( Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG ) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen würde ( Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG ). Es ist allerdings Sache der Beschwerdeführer, darzulegen, dass die Sachurteilsvoraussetzungen erfüllt sind, soweit das nicht offensichtlich ist ( Art. 42 Abs. 2 BGG ; BGE 133 II 249 E. 1.1; 353 E. 1).

3. Die Beschwerdeführer legen unter Verletzung der gesetzlichen Begründungspflicht nicht dar, inwiefern die Sachurteilsvoraussetzungen von Art. 93 Abs. 1 BGG für die Anfechtung eines Zwischenentscheids erfüllt sein sollen, und das ist auch nicht ersichtlich. Auf die Beschwerde ist damit im vereinfachten Verfahren nicht einzutreten. Bei diesem Ausgang des Verfahrens werden die Beschwerdeführer kostenpflichtig ( Art. 66 Abs. 1 BGG ).

Demnach erkennt das präsidierende Mitglied:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden den Beschwerdeführern auferlegt.

3. Dieses Urteil wird den Beschwerdeführern, der Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern und dem Obergericht des Kantons Bern, Beschwerdekammer in Strafsachen, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 21. März 2019

Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Das präsidierende Mitglied: Merkli

Der Gerichtsschreiber: Störi