Criminal non-prosecution appeal: denial of free legal aid for lack of merit in the underlying appeal.
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Swiss Federal Supreme Court dismissed the complainant's appeal and did not award costs, thereby upholding the cantonal decision that denied the complainant's request for free legal aid in a criminal proceeding. The complainant, acting as a private claimant, had challenged a non-prosecution order and sought free legal aid to pursue that appeal; the lower court rejected the request as hopeless and ordered a security deposit, which the complainant then challenged. The Supreme Court found the appeal inadmissible because the complainant failed to meet the procedural requirement of demonstrating, with specific constitutional arguments, how the lower court's assessment—that the appeal had very low chances of success—violated the law or fundamental rights, as required under the Swiss Federal Supreme Court Act (Articles 42(2), 95 ff., and 106(2) BGG).
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 42 Abs. 2 BGG, Art. 106 Abs. 1 BGG, Art. 106 Abs. 2 BGG, Art. 108 Abs. 1 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; Criminal non-prosecution appeal: denial of free legal aid for lack of merit in the underlying appeal: The complainant, acting as a private claimant, had challenged a non-prosecution order and sought free legal aid to pursue that appeal; the lower court rejected the request as hopeless and ordered a security deposit, which the complainant then challenged. The Supreme Court found the appeal inadmissible because the complainant failed to meet the procedural requirement of demonstrating, with specific constitutional arguments, how the lower court's assessment—that the appeal had very low chances of success—violated the law or fundamental rights, as required under the Swiss Federal Supreme Court Act (Articles 42(2), 95 ff., and 106(2) BGG).
Schlagwörter
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KI-generiertUsed to declare the appeal inadmissible in the simplified procedure due to obvious failure to meet formal requirements.
Applied to waive the imposition of court costs on the complainant.
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
{T 0/2}
1B_123/2016
Urteil vom 4. April 2016
I. öffentlich-rechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Fonjallaz, Präsident,
Gerichtsschreiber Pfäffli.
Verfahrensbeteiligte
A.________,
Beschwerdeführer,
gegen
B.________,
Beschwerdegegner,
Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland,
Hodlerstrasse 7, 3011 Bern,
Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Maulbeerstrasse 10, Postfach 6250, 3001 Bern.
Gegenstand
Strafverfahren; unentgeltliche Rechtspflege,
Beschwerde gegen die Verfügung vom 4. März 2016
des Obergerichts des Kantons Bern, Beschwerdekammer in Strafsachen.
Erwägungen:
1. Der Straf- und Zivilkläger A.________ erhob gegen die Nichtanhandnahmeverfügung der Regionalen Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland vom 9. Februar 2016 Beschwerde. Die Verfahrensleitung der Beschwerdekammer in Strafsachen des Obergerichts des Kantons Bern forderte A.________ mit Verfügung vom 25. Februar 2016 zur Leistung einer Sicherheit von Fr. 600.-- auf, worauf A.________ sinngemäss um unentgeltliche Rechtspflege ersuchte. Mit Verfügung vom 4. März 2016 wies die Beschwerdekammer in Strafsachen des Obergerichts des Kantons Bern das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege infolge Aussichtslosigkeit der Beschwerde ab und forderte A.________ nochmals auf, eine Sicherheit von Fr. 600.-- zu leisten, ansonsten auf die Beschwerde nicht eingetreten werde.
2. A.________ führt mit Eingabe vom 25. März 2016 (Postaufgabe 29. März 2016) Beschwerde in Strafsachen gegen die Verfügung der Beschwerdekammer in Strafsachen des Obergerichts des Kantons Bern. Das Bundesgericht verzichtet auf die Einholung von Vernehmlassungen.
3. Nach Art. 42 Abs. 2 BGG ist in der Begründung einer Beschwerde in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Bestimmungen von Art. 95 ff. BGG nennen die vor Bundesgericht zulässigen Beschwerdegründe. Hinsichtlich der Verletzung von Grundrechten gilt der in Art. 106 Abs. 1 BGG verankerte Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen nicht; insofern besteht eine qualifizierte Rügepflicht ( Art. 106 Abs. 2 BGG ; BGE 136 I 49 E. 1.4.1 S. 53, 65 E. 1.3.1 S. 68 mit Hinweisen). Es obliegt dem Beschwerdeführer namentlich darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid gegen die gerügten Grundrechte verstossen soll.
Der Beschwerdeführer vermag mit seinen Ausführungen nicht aufzuzeigen, inwiefern die Auffassung der Beschwerdekammer, die Begründung der Nichtanhandnahmerverfügung überzeuge und die Gewinnaussichten der Beschwerde seien äusserst gering, rechts- bzw. verfassungswidrig sein soll. Der Beschwerdeführer vermag daher nicht aufzuzeigen, dass die Abweisung des Gesuchs um unentgeltliche Rechtspflege rechts- bzw. verfassungswidrig sei. Die Beschwerde genügt den gesetzlichen Formerfordernissen offensichtlich nicht, weshalb auf sie im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 BGG nicht einzutreten ist.
4. Auf eine Kostenauflage ist zu verzichten ( Art. 66 Abs. 1 BGG ).
Demnach erkennt der Präsident:
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2. Es werden keine Kosten erhoben.
3. Dieses Urteil wird den Parteien, der Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland, der Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern und dem Obergericht des Kantons Bern, Beschwerdekammer in Strafsachen, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 4. April 2016
Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Fonjallaz
Der Gerichtsschreiber: Pfäffli