Appeal Timeliness in Detention Case
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe case involves an individual who filed a complaint against the decision of the Obergericht of the Canton of Bern, which had rejected his appeal against the extension of his pre-trial detention. The decision was communicated to his lawyer on December 21, 2022. The individual submitted an appeal to the Swiss Federal Tribunal on February 9, 2023, seeking release from detention. However, his appeal was filed after the deadline, as the legal time frame for contesting such decisions is 30 days from their communication, and this period does not extend over holidays for cases involving detention. Therefore, the appeal was considered late, and the Tribunal decided not to consider it.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 100 Abs. 1 BGG, Art. 47 Abs. 1 BGG, Art. 46 Abs. 1 lit. c BGG, Art. 45 Abs. 1 BGG, Art. 66 al. 1 LTF, Art. 93 BGG; Appeal Timeliness in Detention Case: The decision was communicated to his lawyer on December 21, 2022. The individual submitted an appeal to the Swiss Federal Tribunal on February 9, 2023, seeking release from detention. However, his appeal was filed after the deadline, as the legal time frame for contesting such decisions is 30 days from their communication, and this period does not extend over holidays for cases involving detention. Therefore, the appeal was considered late, and the Tribunal decided not to consider it.
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KI-generiertThis article sets the deadline for filing the appeal, which was missed, leading to the non-admission of the appeal.
Cited in the reasoning to calculate the exact expiry date of the deadline.
Cited in the reasoning to explain why the judicial holiday period did not apply to this appeal against detention.
This article confirms that the statutory deadline is not extendable, supporting the conclusion that the appeal was late.
Applied in dispositive order number 2 concerning the non-imposition of costs.
This is the procedural basis applied in the dispositive order number 1 ('Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten').
Spätere Entscheide, die dieses Urteil zitieren (2)
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
1B_108/2023
Urteil vom 23. Februar 2023
I. öffentlich-rechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Kneubühler, Präsident,
Gerichtsschreiber Störi.
Verfahrensbeteiligte
A.________,
Beschwerdeführer,
gegen
Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Nordring 8, Postfach, 3001 Bern.
Gegenstand
Anordnung von Sicherheitshaft,
Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Bern, Beschwerdekammer in Strafsachen, vom 20. Dezember 2022 (BK 22 478).
Erwägungen:
1. Mit Beschluss vom 20. Dezember 2022 hat das Obergericht des Kantons Bern die Beschwerde von A.________ gegen die Verlängerung der Sicherheitshaft abgewiesen. Dieser Entscheid wurde seinem Verteidiger, Rechtsanwalt Remo Gilomen, am 21. Dezember 2022 zugestellt.
Mit Eingabe vom 4. Februar 2023, welche am 9. Februar 2023 der Post übergeben und am 10. Februar 2023 beim Bundesgericht eingegangen ist, erhebt A.________ Beschwerde gegen diesen Beschluss mit dem sinngemässen Antrag, ihn aus der Haft zu entlassen.
Vernehmlassungen wurden keine eingeholt.
2.
2.1. Das Bundesgericht prüft von Amtes wegen und mit freier Kognition, ob und inwieweit ein bei ihm eingereichtes Rechtsmittel zulässig ist (vgl. BGE 141 II 113 E. 1 mit Hinweisen).
2.2. Nach Art. 100 Abs. 1 BGG ist die Beschwerde innert 30 Tagen nach Eröffnung der vollständigen Ausfertigung des angefochtenen Entscheids beim Bundesgericht einzureichen. Diese gesetzliche Frist ist nicht erstreckbar ( Art. 47 Abs. 1 BGG ).
2.3. Der angefochtene Beschluss des Obergerichts wurde dem Anwalt des Beschwerdeführers am 21. Dezember 2022 zugestellt. Da der Fristenstillstand vom 18. Dezember bis zum 2. Januar ( Art. 46 Abs. 1 lit. c BGG ) bei Haftbeschwerden nicht gilt ( BGE 133 I 270 E. 1.2.2), begann die Frist am 22. Dezember 2022 zu laufen und endete am 20. Januar 2023 ( Art. 45 Abs. 1 BGG ). Die nach diesem Datum verfasste und eingereichte Beschwerde erweist sich damit als verspätet. Darauf ist im vereinfachten Verfahren nicht einzutreten, wobei auf die Erhebung von Gerichtskosten ausnahmsweise verzichtet werden kann.
Demnach erkennt der Präsident:
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2. Es werden keine Kosten erhoben.
3. Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, der Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, dem Obergericht des Kantons Bern, Beschwerdekammer in Strafsachen, und Remo Gilomen, Bern, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 23. Februar 2023
Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Kneubühler
Der Gerichtsschreiber: Störi