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1B_103/2015 KI-generiert

Non-forwarding of prisoner mail: Untranslated foreign-language appeal fails formal requirements under Art. 42(2) BGG, leading to inadmissibility.

Geschäftsnummer 1B_103/2015
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)
Kostenauflage keine Kosten erhoben

Legislator-Zusammenfassung

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The Swiss Federal Supreme Court dismissed the appellant's appeal in a criminal procedural matter, upholding the cantonal Obergericht's decision not to enter into the appeal. The lower court had refused to consider the appellant's complaint against a prosecutor's decision regarding the non-forwarding of mail, because the original filing was in a foreign language (likely Romanian) rather than German, as required by cantonal procedural rules, and the appellant failed to rectify this within the set deadline despite prior warning. The Supreme Court found that the appellant's submission did not meet the mandatory formal requirements under Article 42(2) of the Federal Supreme Court Act (BGG), as it failed to demonstrate how the challenged decision violated the law, and therefore declined to hear the case in a simplified procedure under Article 108(1) BGG, without imposing any court costs.

Legislator-Regeste

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Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 106 Abs. 2 BGG, Art. 108 Abs. 1 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; Non-forwarding of prisoner mail: Untranslated foreign-language appeal fails formal requirements under Art. 42(2) BGG, leading to inadmissibility: The lower court had refused to consider the appellant's complaint against a prosecutor's decision regarding the non-forwarding of mail, because the original filing was in a foreign language (likely Romanian) rather than German, as required by cantonal procedural rules, and the appellant failed to rectify this within the set deadline despite prior warning. The Supreme Court found that the appellant's submission did not meet the mandatory formal requirements under Article 42(2) of the Federal Supreme Court Act (BGG), as it failed to demonstrate how the challenged decision violated the law, and therefore declined to hear the case in a simplified procedure under Article 108(1) BGG, without imposing any court costs.

Schlagwörter

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Nichtweiterleiten von Post Einhaltung der Formvorschriften Verfahrenssprache verfassungsmässige Anforderung ausländischer Entscheid amtliche Verteidigung Verwaltungsbeschwerde

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 Abs. 1 BGG

Used to declare the appeal inadmissible in a simplified procedure due to failure to meet formal requirements.

Art. 66 Abs. 1 BGG

Applied to waive court costs in the final order.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

{T 0/2}

1B_103/2015

Urteil vom 30. März 2015

I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Fonjallaz, Präsident,

Gerichtsschreiber Pfäffli.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführer,

gegen

Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland, Hermann-Götz-Strasse 24, Postfach, 8401 Winterthur.

Gegenstand

Nichtweiterleiten von Post,

Beschwerde gegen den Beschluss vom 10. März 2015 des Obergerichts des Kantons Zürich, III. Strafkammer.

Erwägungen:

1. A.________ erhob am 26. Januar 2015 Beschwerde gegen die Verfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 20. Januar 2015 betreffend Nichtweiterleitung von Post. Die Eingabe war in einer fremden Sprache, vermutlich rumänisch, abgefasst.

In der Folge lud das Obergericht des Kantons Zürich den amtlichen Verteidiger von A.________ ein zu prüfen, ob die Eingabe formell als Beschwerde entgegenzunehmen sei. Bejahendenfalls wurde er aufgefordert, die Beschwerde in der gesetzlich vorgeschriebenen Form einzubringen, ansonsten auf die Beschwerde nicht eingetreten werde. Mit Eingabe vom 12. Februar 2015 erklärte der amtliche Verteidiger, A.________ habe auf seine schriftliche Anfrage nicht reagiert. Zum angesetzten Besuchstermin im Gefängnis sei A.________ ohne vorherige Abmeldung nicht erschienen. Gemäss den bisherigen Willensäusserungen von A.________ sei davon auszugehen, dass er die Eingabe als Beschwerde behandelt wissen wolle.

Die III. Strafkammer des Obergerichts des Kantons Zürich trat mit Beschluss vom 10. März 2015 auf die Beschwerde nicht ein. Zur Begründung führte sie zusammenfassend aus, dass Eingaben an Zürcher Gerichte auf Deutsch zu erfolgen hätten. Innert der mit Verfügung vom 3. Februar 2015 angesetzten Frist sei die nicht in Deutsch abgefasste Eingabe vom 26. Januar 2015 nicht verbessert worden, weshalb androhungsgemäss auf die Beschwerde nicht einzutreten sei.

2. A.________ führt mit Eingabe vom 25. März 2015 (Postaufgabe 26. März 2015) Beschwerde in Strafsachen gegen den Beschluss der III. Strafkammer des Obergerichts des Kantons Zürich. Das Bundesgericht verzichtet auf die Einholung von Vernehmlassungen.

3. Nach Art. 42 Abs. 2 BGG ist in der Begründung einer Beschwerde in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt.

Der Beschwerdeführer setzt sich mit der Begründung, die zum Nichteintreten auf seine Beschwerde führte, nicht auseinander. Aus der Beschwerde ergibt sich nicht, inwiefern die Begründung der III. Strafkammer bzw. deren Beschluss selbst rechts- bzw. verfassungswidrig sein soll. Die Beschwerde genügt den gesetzlichen Formerfordernissen (vgl. Art. 106 Abs. 2 BGG ; BGE 136 I 49 E. 1.4.1 S. 53, 65 E. 1.3.1 S. 68 mit Hinweisen) offensichtlich nicht, weshalb auf sie im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 BGG nicht einzutreten ist.

4. Auf eine Kostenauflage ist zu verzichten ( Art. 66 Abs. 1 BGG ).

Demnach erkennt der Präsident:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland und dem Obergericht des Kantons Zürich, III. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 30. März 2015

Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Fonjallaz

Der Gerichtsschreiber: Pfäffli