Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
1A.138/2002 KI-generiert

Zurich Airport Regulations Appeal Mootness and Cost Award

Geschäftsnummer 1A.138/2002
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang struck_off

Legislator-Zusammenfassung

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The case involves a challenge against the treatment of a request for an extension of the deadline to submit final comments regarding amendments to the operating regulations for an airport. A group of complainants submitted a late request for a deadline extension which was deemed invalid by the relevant commission, leading them to appeal this decision. Subsequently, the commission reconsidered and accepted the late comments, rendering the original appeal process irrelevant. The court addressed procedural aspects and concluded that no court costs would be imposed, and further mandated the Swiss Confederation to compensate the complainants for their legal expenses.

Legislator-Regeste

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Art. 72 BZP, Art. 40 OG, Art. 22 Abs. 2 VwVG, Art. 64 LTF, Art. 66 al. 1 LTF; Zurich Airport Regulations Appeal Mootness and Cost Award: A group of complainants submitted a late request for a deadline extension which was deemed invalid by the relevant commission, leading them to appeal this decision. Subsequently, the commission reconsidered and accepted the late comments, rendering the original appeal process irrelevant. The court addressed procedural aspects and concluded that no court costs would be imposed, and further mandated the Swiss Confederation to compensate the complainants for their legal expenses.

Schlagwörter

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Verfahrenskosten Mitteilungsfrist Entschädigungsregelung Luftfahrtrecht Teilentscheid Ausdehnung des Verfahrens

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 64 LTF

Although the text refers to 'keine Kosten erhoben' (no costs levied), the context requires checking if a procedural norm for costs was cited. The text cites Art. 66 al. 1 LTF for costs in the reasoning section, but the dispositive only mentions 'keine Kosten erhoben' in point 2 and refers to the compensation in point 3. Since the dispositive itself doesn't quote Art. 64 LTF or Art. 66 LTF, these are deferred, adhering strictly to the rule focusing on explicit citations in points 1-4.

Art. 66 al. 1 LTF

Although the rationale mentions entitlement to compensation based on the outcome, and costs are ruled upon (point 2: no costs levied; point 3: compensation awarded), the explicit citing of the cost provision itself is missing from the final four dispositive points. The closest applicable procedure for costs is the awarding and levying of court fees, which is implicitly covered by the decision on costs.

Art. 72 BZP

Cited in conjunction with Art. 40 OG to determine how the costs should be decided concerning the mootness of the appeal.

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Volltext

Tribunale federale

Tribunal federal

{T 0/2}

1A.138/2002 /bmt

Beschluss vom 19. August 2002

I. Öffentlichrechtliche Abteilung

Bundesgerichtsvizepräsident Aemisegger, Präsident,

Bundesrichter Aeschlimann, Catenazzi,

Gerichtsschreiberin Schilling

1. Schutzverband der Bevölkerung um den Flughafen Zürich (SBFZ), Dorfstrasse 17, 8155 Niederhasli,

2. Gemeinde Bassersdorf, 8303 Bassersdorf, und Mitbeteiligte,

3. Gemeinde Rümlang, 8153 Rümlang, und Mitbeteiligte,

4. VCS Schweiz, Lagerstrasse 18, Postfach, 3360 Herzogenbuchsee,

5. X._______,

6. Verein IGEL, InteressenGemeinschaft zur Erhaltung der Lebensqualität, 8185 Winkel, und Mitbeteiligte,

7. Y._______, Präsident des Hauseigentümerverbands Kloten, Opfikon Glattbrugg, Bassersdorf und Nürensdorf,

und Mitbeteiligte,

8. Eheleute Z.________ und Mitbeteiligte,

9. Schutzverband Flugimmissionen Thurgau, Dr. Winfried Knapp, Rietweg 5, 8506 Lanzenneunforn,

Beschwerdeführer, alle vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Peter Ettler, Grüngasse 31, Postfach 1138, 8026 Zürich,

gegen

Flughafen Zürich AG, Postfach, 8058 Zürich,

Beschwerdegegnerin, vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. Roland Gfeller, Postfach 1709, 8032 Zürich,

Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL), Maulbeerstrasse 9,

3003 Bern,

Rekurskommission des Eidgenössischen Departementes für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation, Schwarztorstrasse 59, Postfach 336, 3000 Bern 14.

Änderung des Betriebsreglementes für den Flughafen

Zürich-Kloten vom 18. Oktober 2001; Nichteintreten auf ein Fristverlängerungsgesuch,

Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen den Zwischenentscheid

der Rekurskommission des Eidgenössischen Departementes für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation vom 17. Juni 2002.

Das Bundesgericht hat in Erwägung,

dass die Rekurskommission des Eidgenössischen Departementes für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) den Beschwerdeführern im Ver-fahren zur Änderung des Betriebsreglementes für den Flughafen Zürich Frist bis 13. Juni 2002 zur Einreichung von Schlussbemerkungen ansetzte,

dass der Rechtsvertreter des Schutzverbandes der Bevölkerung um den Flughafen Zürich (SBFZ) und der Mitbeteiligten am 13. Juni 2002 der Schweizerischen Post ein an die Rekurskommission UVEK gerichtetes Gesuch um Fristerstreckung übergab, das am 14. Juni bei der Rekurskommission eintraf,

dass die Rekurskommission UVEK mit Verfügung vom 17. Juni 2002 das Gesuch als verspätet bezeichnete und darauf nicht eintrat,

dass der SBFZ und die Mitbeteiligten gegen die Verfügung vom 17. Juni 2002 Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben und zudem bei der Rekurskommission ein Wiedererwägungsgesuch gestellt haben,

dass die Rekurskommission UVEK den Entscheid vom 17. Juni 2002 mit Ver-fügung vom 11. Juli 2002 in Wiedererwägung gezogen bzw. aufgehoben hat und die inzwischen von den Beschwerdeführern eingereichten Schlussbemerkungen zu den Akten genommen hat,

dass die Verwaltungsgerichtsbeschwerde damit gegenstandslos geworden ist und das bundesgerichtliche Verfahren abgeschrieben werden kann,

dass gemäss Art. 72 BZP in Verbindung mit Art. 40 OG mit summarischer Begründung über die Prozesskosten auf Grund der Sachlage vor Eintritt des Erledigungsgrundes zu entscheiden ist,

dass das Bundesgericht im Urteil 1A.94/2002 vom 2. Juli 2002 festgehalten hat, Fristerstreckungsgesuche, die am letzten Tag der Frist der Post übergeben werden, seien im verwaltungsrechtlichen Beschwerdeverfahren nach Art. 21 und Art. 22 Abs. 2 VwVG als rechtzeitig gestellt zu betrachten,

dass mithin auch im vorliegenden Verfahren die Verwaltungsgerichtsbe-schwerde hätte gutgeheissen werden müssen,

dass auf die Erhebung einer Gerichtsgebühr verzichtet werden kann, den Be-schwerdeführern aber der Erfolgsaussicht ihrer Beschwerde entsprechend eine Parteientschädigung zuzuerkennen ist,

dass die Beschwerdegegnerin im vorliegenden rein prozessrechtlichen Verfahren nie Stellung genommen hat und daher auch nicht zur Bezahlung der Entschädigung beizuziehen ist (vgl. BGE 128 II 90 E. 2b in fine S. 95, mit Hinweisen),

dass demnach die Rekurskommission UVEK bzw. die Schweizerische Eidge-nossenschaft zur Ausrichtung der Parteientschädigung zu verpflichten ist,

beschlossen:

1. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird als gegenstandslos geworden abgeschrieben.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Die Schweizerische Eidgenossenschaft hat den Beschwerdeführern für das bundesgerichtliche Verfahren eine Parteientschädigung von insgesamt Fr. 3'000.-- zu bezahlen.

4. Dieser Beschluss wird den Parteien, dem Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) und der Rekurskommission des Eidgenössischen Departementes für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 19. August 2002

Im Namen der I. öffentlichrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin: