Asylum Seeker v. Federal Administrative Court (Delay in Asylum Appeal)
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertA Turkish national, A.________, submitted an asylum application in Switzerland on November 28, 2008, which was rejected on August 17, 2010. After withdrawing an initial appeal, A.________ filed another asylum request on November 13, 2017, which was also denied by the State Secretariat for Migration (SEM) on April 11, 2018, along with an order for deportation. A.________ appealed this decision on May 16, 2018, but experienced significant delays in the proceedings at the Federal Administrative Court. Consequently, A.________ filed a supervisory complaint to the Swiss Federal Tribunal on September 1, 2021, citing judicial delay and requesting expedited processing of her appeal. The Federal Administrative Court indicated that a decision draft was underway, with the case concluding on November 15, 2021.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 1 Abs. 2 BGG, Art. 3 lit. f AufRBGer, Art. 71 Abs. 1 VwVG, Art. 2 Abs. 2 AufRBGer, Art. 66 Abs. 1 LTF; Asylum Seeker v. Federal Administrative Court (Delay in Asylum Appeal): After withdrawing an initial appeal, A.________ filed another asylum request on November 13, 2017, which was also denied by the State Secretariat for Migration (SEM) on April 11, 2018, along with an order for deportation. A.________ appealed this decision on May 16, 2018, but experienced significant delays in the proceedings at the Federal Administrative Court. Consequently, A.________ filed a supervisory complaint to the Swiss Federal Tribunal on September 1, 2021, citing judicial delay and requesting expedited processing of her appeal. The Federal Administrative Court indicated that a decision draft was underway, with the case concluding on November 15, 2021.
Schlagwörter
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KI-generiertCited in the reasoning concerning the application of the supervision rules.
Cited in the reasoning to classify the supervision notification as being under this provision, even though the actual ruling only addressed inadmissibility.
Implied by the decision not to levy any costs according to order 3 ('Es werden keine Kosten erhoben'). Although it is standard practice, Art. 66 regulates costs. Given the strict exclusion rule, only explicitly cited articles in the dispositive are taken. Since no article is explicitly cited for the order on costs (Order 3), this article is excluded based on the instruction (only include when explicitly cited in the dispositive orders).
Cited in the reasoning to justify why the claims concerning the specific case are inadmissible (jurisdiction exception).
Cited in the reasoning concerning the nature of the supervision notification.
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
12T_4/2021
Das Schweizerische Bundesgericht vertreten durch die Verwaltungskommission
in Sachen administrative Aufsicht über
das Bundesverwaltungsgericht, Verwaltungskommission, Kreuzackerstrasse 12, 9000 St. Gallen
betreffend
Rechtsverzögerung
(Aufsichtsanzeige von Frau A.________ vom 1. September 2021)
erwägt :
1.
1.1. A.________ aus der Türkei reichte am 28. November 2008 erstmals in der Schweiz ein Asylgesuch ein. Dieses Gesuch wurde am 17. August 2010 abgelehnt. Die dagegen erhobene Beschwerde schrieb das Bundesverwaltungsgericht am 9. März 2011 als durch Rückzug gegenstandslos geworden ab. Am 13. November 2017 ersuchte A.________ erneut um Asyl. Mit Verfügung vom 11. April 2018 wies das Staatssekretariat für Migration (SEM) das Asylgesuch ab und verfügte die Wegweisung. Gegen diese Verfügung erhob A.________ am 16. Mai 2018 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht.
1.2. Am 1. September 2021 reichte A.________ beim Bundesgericht Aufsichtsanzeige ein. Die Anzeigerin macht Rechtsverzögerung geltend. Sie ersucht um Feststellung, dass das Beschwerdeverfahren nicht innert angemessener Frist behandelt werde. Das Bundesverwaltungsgericht sei zudem anzuweisen, die Beschwerde beförderlich zu behandeln und zügig einen Entscheid zu fällen. Ausserdem ersucht sie um unentgeltliche Rechtspflege vor Bundesgericht.
1.3. Die Verwaltungskommission lud das Bundesverwaltungsgericht mit Verfügung vom 9. September 2021 zur Stellungnahme ein. Am 25. Oktober 2021 reichte das Bundesverwaltungsgericht diese ein und wies darauf hin, dass sich ein Entscheidentwurf in Vorbereitung befinde und das Urteil schnellstmöglich ergehen sollte. Mit Urteil vom 15. November 2021 wurde das Verfahren D-2919/2018 vor Bundesverwaltungsgericht abgeschlossen.
2. Beim vorliegenden Verfahren handelt es sich um eine Aufsichtsanzeige im Sinne von Art. 1 Abs. 2 BGG und Art. 3 lit. f AufRBGer i.V.m. Art. 71 Abs. 1 VwVG . Die Rechtsprechung ist gemäss Art. 2 Abs. 2 AufRBGer von der Aufsicht ausgenommen. Das Bundesgericht als administrative Aufsichtsbehörde greift im Falle einer Rechtsverweigerung oder Rechtsverzögerung nur ein, wenn ein strukturelles Problem organisatorischer oder administrativer Natur festgestellt wird ( BGE 144 II 486 ). Die von der Anzeigerin in eigener Sache vorgebrachten Anliegen sind demnach unzulässig.
3. Anhaltspunkte, dass das mehrjährige Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht neben des Aufwandes für die Abklärungen aufgrund der sich unablässig ändernden Lage in der Türkei, auch auf organisatorische Mängel zurückzuführen ist, sind nicht ersichtlich.
4. Parteientschädigungen sind im Aufsichtsverfahren mangels Parteistellung der Anzeigerin ausgeschlossen (12T_1/2014 E. 3)
Demnach stellt das Schweizerischen Bundesgericht fest:
1. Die Anliegen in Bezug auf das Verfahren D-2919/2018 sind unzulässig.
2. Der Anzeige wird keine Folge geleistet.
3. Es werden keine Kosten erhoben.
4. Diese Feststellung wird dem Bundesverwaltungsgericht, Verwaltungskommission, schriftlich mitgeteilt. Der Anzeigerin wird eine Orientierungskopie zugestellt.
Lausanne, 20. Juli 2023
Im Namen der Verwaltungskommission
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Donzallaz
Der Generalsekretär: Lüscher