Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
12T_4/2007 KI-generiert

Oversight Complaint Dismissed: Federal Administrative Court Composition and Procedure

Geschäftsnummer 12T_4/2007
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

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The case involves an individual submitting a supervisory complaint to the Federal Tribunal regarding a decision made by the Federal Administrative Court in a revision procedure. The complaint alleges a refusal of justice related to the court's ruling on a specific date. However, the Tribunal determined that the claim was unfounded because the Federal Administrative Court had indeed issued a decision, indicating that supervisory review was not warranted in this case. The Tribunal clarified that its oversight function does not include reviewing judicial decisions, thus deeming the submitted complaint inadmissible. Furthermore, it noted that repeated frivolous submissions could lead to financial consequences for the complainant's representative.

Legislator-Regeste

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Art. 1 Abs. 2 BGG, Art. 71 VwVG, Art. 21 Abs. 2 VGG, Art. 63 VwVG, Art. 60 Abs. 2 VwVG; Oversight Complaint Dismissed: Federal Administrative Court Composition and Procedure: The complaint alleges a refusal of justice related to the court's ruling on a specific date. However, the Tribunal determined that the claim was unfounded because the Federal Administrative Court had indeed issued a decision, indicating that supervisory review was not warranted in this case. The Tribunal clarified that its oversight function does not include reviewing judicial decisions, thus deeming the submitted complaint inadmissible. Furthermore, it noted that repeated frivolous submissions could lead to financial consequences for the complainant's representative.

Schlagwörter

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Verwaltungsbeschwerde unentgeltliche Rechtspflege Verfahrensvorschriften Revision eines Entscheids Normenkontrolle Verfassungsbeschwerde im Ausland

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 60 Abs. 2 VwVG

Cited in the reasoning regarding the possibility of imposing a punitive fine (Ordnungsbusse) in analogy for repeated abusive filings.

Art. 63 VwVG

Cited in the reasoning regarding the threat of cost imposition for repeated abusive supervisory notifications, although not directly in the dispositive, costs are addressed under the next point.

Art. 1 Abs. 2 BGG

This provision, combined with Art. 71 VwVG, establishes the basis for the supervisory notification (Aufsichtsanzeige) which the Tribunal Federal ultimately declines to follow.

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Volltext

Tribunale federale

Tribunal federal

{T 0/2}

12T_4/2007 /bru

Entscheid vom 22. Oktober 2007

Verwaltungskommission

Besetzung

Bundesrichter Aeschlimann, Präsident,

Bundesrichterin Leuzinger, Bundesrichter Meyer Lorenz,

Generalsekretär Tschümperlin.

Anzeiger

X._______,

Anzeiger, vertreten durch Klausfranz Rüst-Hehli,

gegen

Bundesverwaltungsgericht, Abteilung V.

Gegenstand

Aufsichtsanzeige nach Art. 1 Abs. 2 BGG i.V.m. Art. 71 VwVG gegen das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 4. September 2007 im Revisionsverfahren

E-5106/2006.

In Erwägung,

dass X._______ mit Eingabe vom 30. September 2007 beim Bundesgericht Aufsichtsanzeige wegen Rechtsverweigerung gegen das Bundesverwaltungsgericht betreffend das Revisionsurteil vom 4. September 2007 eingereicht hat,

dass eine Rechtsverweigerung ausgeschlossen ist, soweit das Bundesverwaltungsgericht am 4. September 2007 im Revisionsverfahren E-5106/2006 ein Urteil gefällt hat,

dass die Rechtsprechung von der Aufsicht durch das Bundesgericht ausgeschlossen (Art. 2 Abs. 2 Aufsichtsreglement des Bundesgerichts SR 173.110.132) und die Eingabe daher unbeachtlich ist, soweit mit ihr das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts beanstandet wird,

dass die Frage der Spruchkörperbildung grundsätzlich aufsichtsrechtliche Aspekte aufweisen kann,

dass die vom Anzeiger beanstandete Norm von Art. 25 Abs. 2 des Geschäftsreglements (VGR, SR 173.320.1), wonach jedes Mitglied des Spruchkörpers eine Fünferbesetzung beantragen kann, indessen die gesetzliche Besetzungsregel von Art. 21 Abs. 2 VGG ergänzt und daher keinesfalls Anlass für ein aufsichtsrechtliches Einschreiten geben kann,

dass die Mitwirkung von Richtern und Richterinnen am Revisionsverfahren, die bereits am Verfahren beteiligt waren, das revisionsweise überprüft wird, der gefestigten bundesgerichtlichen Praxis entspricht und die entsprechende Rechtsverweigerungs-Anzeige daher offensichtlich unbegründet ist, so dass die Frage offengelassen werden kann, inwieweit die konkrete Besetzung der Richterbank aufsichtsrechtlich überhaupt relevant sein kann,

dass im Aufsichtsverfahren nach Art. 1 Abs. 2 BGG keine aufschiebende Wirkung erteilt werden kann, weil dieses die Vollstreckung des beanstandeten Urteils nicht hemmen kann,

dass das eventualiter gestellte Gesuch um aufschiebende Wirkung daher unzulässig ist,

dass dem Anzeiger im Aufsichtsverfahren keine Parteistellung zukommt und das eventualiter gestellte Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege daher gegenstandslos ist,

dass die Aufsichtsanzeige nicht als Ersatz-Rechtsmittel für die gesetzlich nicht vorgesehene Beschwerde gegen Urteile in Asylsachen missbraucht werden darf,

dass der Rechtsvertreter des Anzeigers bei wiederholter mutwilliger Einreichung einer Aufsichtsanzeige mit Kostenauflage für das bundesgerichtliche Aufsichtsverfahren ( Art. 63 VwVG ; Art. 10 Verordnung über Kosten und Entschädigungen im Verwaltungsverfahren; SR 172.041.0) und gegebenenfalls mit Ordnungsbusse (in analoger Anwendung von Art. 60 Abs. 2 VwVG ) zu rechnen hat,

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens auf eine Vernehmlassung durch das Bundesverwaltungsgericht verzichtet werden kann,

dass der Rechtsvertreter des Anzeigers durch die Androhung einer Kostenauflage und einer Disziplinarmassnahme im Wiederholungsfall durch diesen Entscheid betroffen ist, weshalb ihm dieser zu eröffnen ist,

erkennt das Bundesgericht:

1. Der Aufsichtsanzeige wird keine Folge geleistet.

2. Es werden keine Kosten erhoben und keine Entschädigungen zugesprochen.

3. Dieser Entscheid wird dem Bundesverwaltungsgericht und dem Rechtsvertreter des Anzeigers schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 22. Oktober 2007

Im Namen des Schweizerischen Bundesgerichts

Die Verwaltungskommission

Der Bundesgerichtspräsident: Der Generalsekretär: