Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
12T_2/2012 KI-generiert

Supervisory Complaint Regarding Denial/Delay of Justice in Revision Application

Geschäftsnummer 12T_2/2012
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang struck_off

Legislator-Zusammenfassung

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The case involves two individuals from Sri Lanka who filed a request with the Federal Administrative Court in 2009 for the reopening of their revision request from 2007, seeking a stay of execution and exemption from court costs. After several delays, their legal representative urged the court for swift action in January 2012, and the individuals subsequently submitted a supervisory notice to the Federal Court in March 2012, claiming undue delays in processing their case. The Federal Administrative Court denied their request for reopening in April 2012, leading the Federal Court to consider the supervisory notice as moot, given that the matter had been resolved. Additionally, the individuals were not granted free legal aid due to lack of standing.

Legislator-Regeste

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Art. 66 Abs. 1 BGG; Supervisory Complaint Regarding Denial/Delay of Justice in Revision Application: After several delays, their legal representative urged the court for swift action in January 2012, and the individuals subsequently submitted a supervisory notice to the Federal Court in March 2012, claiming undue delays in processing their case. The Federal Administrative Court denied their request for reopening in April 2012, leading the Federal Court to consider the supervisory notice as moot, given that the matter had been resolved. Additionally, the individuals were not granted free legal aid due to lack of standing.

Schlagwörter

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Aufsichtsanzeige (BGG) Aufsichtsbeschwerde verspätetes Asylgesuch Revision eines Entscheids Wiederaufnahme des Verfahrens Rechtsverzögerung E-Justice

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 66 Abs. 1 BGG

The dispositive orders that no costs shall be levied, citing this article implicitly as the basis for cost allocation, or lack thereof.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

{T 0/2}

12T_2/2012

Verfügung vom 4. Juni 2012

Verwaltungskommission

Besetzung

Bundesrichter L. Meyer, Präsident,

Generalsekretär Tschümperlin.

1. Verfahrensbeteiligte

X.________,

2. Y.________,

beide vertreten durch Hansjörg Trüb,

Anzeiger,

gegen

Bundesverwaltungsgericht,

Verwaltungskommission, Postfach, 3000 Bern 14,

Angezeigter.

Gegenstand

Aufsichtsanzeige (BGG); Rechtsverweigerung bzw. Rechtsverzögerung.

Erwägungen:

1. X.________ und Y.________, Staatsangehörige von Sri Lanka, beantragten mit Eingabe vom 27. August 2009 beim Bundesverwaltungsgericht die Wiederaufnahme ihres Revisionsgesuchs vom 10. Oktober 2007, die Aussetzung des Vollzugs bis zum Entscheid und die Befreiung von der Bezahlung der Verfahrenskosten.

Mit Schreiben vom 10. Januar 2012 ersuchte ihr Rechtsvertreter das Bundesverwaltungsgericht um konkrete Schritte zur Fortführung und Behandlung des Revisionsverfahrens unter Androhung einer Aufsichtsanzeige an das Bundesgericht.

Am 19. März 2012 reichten X.________ und Y.________ beim Bundesgericht Aufsichtsanzeige ein. Sie beantragen die Feststellung, dass die Behandlung des Gesuchs um Wiederaufnahme des Revisionsverfahrens, eventuell die Behandlung des Revisionsverfahrens als solches, zu lange dauere. Das Bundesverwaltungsgericht sei anzuweisen, zügig einen Entscheid zu fällen. Ausserdem ersuchen sie um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege.

2. Das Bundesverwaltungsgericht hat das Gesuch um Wiederaufnahme des Revisionsverfahrens am 2. April 2012 abgewiesen. Es beantragt dem Bundesgericht, der Aufsichtsanzeige keine Folge zu geben.

3. Mit dem Urteil vom 2. April 2012 ist das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht abgeschlossen worden. Damit ist das Anliegen der Anzeiger erfüllt, zügig einen Entscheid zu erhalten; der Aufsichtsgegenstand im Verfahren vor dem Bundesgericht entfällt. Anhaltspunkte, dass das mehrjährige Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht nicht nur durch die Prioritätenordnung zur Behandlung der Asylverfahren (Entscheid 12T_3/2011 vom 21. Dezember 2011 E. 2.2), sondern auch auf organisatorische Mängel zurückzuführen ist, bestehen nicht. Das Verfahren ist daher als gegenstandslos geworden abzuschreiben.

Mangels Parteistellung kann den Anzeigern keine unentgeltliche Rechtspflege gewährt werden (12T_5/2007).

Demnach verfügt der Präsident:

1. Das Verfahren wird als gegenstandslos abgeschrieben.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Dieser Entscheid wird dem Bundesverwaltungsgericht schriftlich mitgeteilt. Den Anzeigern wird eine Orientierungskopie zugestellt.

Lausanne, 4. Juni 2012

Im Namen der Verwaltungskommission

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Der Generalsekretär:

L. Meyer Tschümperlin