Defendant Compensation Set-Off Against Court Costs in Sexual Offenses Appeal
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertA defendant, convicted of multiple counts of sexual acts with a child involving three victims, appealed the sentencing (following a federal court annulment which upheld the convictions). The court, addressing the issue of costs and compensation, partially granted the defendant compensation for their defense costs in the appellate proceedings, totaling CHF 3,986.00, despite the convictions being final. Applying Article 442 paragraph 4 of the Swiss Criminal Procedure Code (StPO), the court ruled that this compensation must be set off against the court costs owed by the defendant; however, this offsetting is limited and cannot prejudice the official mandated fee payable to the defense counsel, meaning only the surplus compensation amount (CHF 973.35, representing the difference between the awarded compensation and the official fee) is subject to the set-off against the defendant's procedural costs.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 442 Abs. 4 StPO, Art. 429 i.V.m, Art. 429 i.V.m. 436 StPO; Defendant Compensation Set-Off Against Court Costs in Sexual Offenses Appeal: The court, addressing the issue of costs and compensation, partially granted the defendant compensation for their defense costs in the appellate proceedings, totaling CHF 3,986.00, despite the convictions being final. Applying Article 442 paragraph 4 of the Swiss Criminal Procedure Code (StPO), the court ruled that this compensation must be set off against the court costs owed by the defendant; however, this offsetting is limited and cannot prejudice the official mandated fee payable to the defense counsel, meaning only the surplus compensation amount (CHF 973.35, representing the difference between the awarded compensation and the official fee) is subject to the set-off against the defendant's procedural costs.
Schlagwörter
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KI-generiertDient als Grundlage für den Anspruch des Beschuldigten auf eine Entschädigung für seine Verteidigungskosten im oberinstanzlichen Verfahren.
Wird angewendet, um die dem Beschuldigten zugesprochene Entschädigung mit den geschuldeten Verfahrenskosten zu verrechnen.
Volltext
SK 2013 19
Urteil der 2. Strafkammer des Obergerichts des Kantons Bern, Oberrichter Weber (Präsident i.V.), Oberrichter Vicari, Oberrichterin Bratschi sowie Gerichtsschreiberin Rodriguez
vom 23. Juli 2013
in der Strafsache
A. vertreten durch Fürsprecher X.
Beschuldigter
gegen
Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Maulbeerstrasse 10, Postfach 6250, 3001 Bern Berufungsführerin
und
B. vertreten durch Rechtsanwalt Y.
Strafund Zivilklägerin
Berufung gegen das Urteil des Kollegialgerichts Berner Jura-Seeland vom 21. Juli 2011 (Neubeurteilung aufgrund des Urteils des Bundesgerichts 6B_417/2012 vom 14. Januar 2013)
Regeste: Der teilweise obsiegende Beschuldigte hat Anspruch auf eine Teilentschädigung. Diese Entschädigung ist aber gestützt auf Art. 442 Abs. 4 StPO mit den seinerseits geschuldeten Verfahrenskosten zu verrechnen; allerdings darf diese Verrechnung nicht dazu führen, dass das amtliche Honorar beeinträchtigt würde.
Redaktionelle Vorbemerkungen: Der Beschuldigte wurde schuldig erklärt der sexuellen Handlungen mit Kind, mehrfach begangen z.N. von drei Kindern. Die Schuldsprüche sind rechtskräftig. Die Kammer hat sich nach der Kassation durch das Bundesgericht nur noch mit der Strafzumessung zu befassen (inkl. Kostenfolgen). [...]
V. KOSTEN UND ENTSCHÄDIGUNG
3. Oberinstanzliche Anwaltskosten des Beschuldigten
Der Anspruch des Beschuldigten auf eine Entschädigung richtet sich nach Art. 429 i.V.m. 436 StPO. […].
Dem Beschuldigten wird somit für seine Verteidigungskosten im oberinstanzlichen Verfahren zu Lasten des Kantons Bern eine Entschädigung von insgesamt CHF 3'986.00 (Honorar CHF 3'476.25, Auslagen CHF 214.50, MwSt CHF 295.25) zugesprochen. Diese Entschädigung ist aber gestützt auf Art. 442 Abs. 4 StPO mit den seinerseits geschuldeten Verfahrenskosten zu verrechnen; allerdings darf diese Verrechnung nicht dazu führen, dass das amtliche Honorar beeinträchtigt würde, welches gemäss Art. 42 des Kantonalen Anwaltsgesetzes geschuldet ist. Der Verrechnung unterliegt nur der nachforderbare Differenzbetrag zwischen Entschädigung und Honorar gemäss der Tarifordnung für den Parteikostenersatz, vorliegend also CHF 973.35 ([…]).
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