Private Appeal Against Non-Prosecution for Police Misconduct Dismissed
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertA private individual contested the Public Prosecutor's decision not to proceed with a criminal complaint filed against a police employee alleging abuse of office, defamation, and insult, based on statements made during the submission of a previous complaint regarding data system intrusion, specifically the police employee's remarks to the complainant to stop approaching the police for "such nonsense," questioning the complainant's remarks in a journal, and accusing them of "practicing" on the police. The court dismissed the appeal, noting that the underlying facts of the complaint were largely identical to a previous non-prosecution decision, and no new facts were presented to warrant reopening the case; the court reasoned that even if the police employee's word choice (accusing the complainant of "practicing" on the police) was inappropriate, it was merely a factual statement confirming that the initial allegation of data intrusion was entirely unfounded, which, especially considering the timing after the first computer search yielded no results, did not constitute the criminal offenses of defamation, insult, or abuse of office.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 393 Abs. 1 Bst, Art. 396 Abs. 1 StPO, Art. 382 Abs. 1 StPO, Art. 310 Abs. 2 i.V.m, Art. 323 StPO, Art. 428 Abs. 1 StPO; Private Appeal Against Non-Prosecution for Police Misconduct Dismissed: The court dismissed the appeal, noting that the underlying facts of the complaint were largely identical to a previous non-prosecution decision, and no new facts were presented to warrant reopening the case; the court reasoned that even if the police employee's word choice (accusing the complainant of "practicing" on the police) was inappropriate, it was merely a factual statement confirming that the initial allegation of data intrusion was entirely unfounded, which, especially considering the timing after the first computer search yielded no results, did not constitute the criminal offenses of defamation, insult, or abuse of office.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
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KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertThis article was cited in the reasoning section (point 5) regarding the cost assessment against the appellant, which is reflected in the dispositive order regarding costs.
These articles were cited in the reasoning (point 2) to establish the right to appeal the non-commencement decision to the criminal appeal chamber.
This article was cited in the reasoning (point 2) to establish the standing (locus standi) of the appellant to file the appeal.
These articles were mentioned in the reasoning (point 4) when discussing the effect of a previously rejected decision on the current appeal, implying they inform the decision to dismiss.
This article was cited in the reasoning (point 1) for the decision to waive further written submissions.
These cantonal organizational laws were cited in the reasoning (point 2) to confirm the jurisdiction of the appeal chamber.
This provision directly dictates the imposition of costs on the appellant following the dismissal of the appeal.
These articles establish the basis for appeal against the non-commencement decision, which is the core issue of the dismissed appeal.
This article establishes the standing of the appellant, a prerequisite for the appeal being heard and subsequently dismissed.
These articles regarding case review/reopening are relevant to the justification for dismissing the appeal based on previously considered facts.
This article justifies the procedural decision to dispense with a written exchange of arguments (Schriftenwechsel).
These cantonal laws were cited to confirm the competent authority (the appeal chamber) for judging the appeal.
While the text provided is from a Cantonal Court (Obergericht des Kantons Bern), the dispositive orders themselves only cite cantonal procedural articles and cost articles applicable at the cantonal level (Art. 428 StPO). The prompt asks to extract provisions *actually used in the final orders*. Since the final orders (1 and 2) do not cite any specific LTF articles, this reference is excluded based on the instruction to only include provisions explicitly cited in the dispositive. Art. 428 StPO is the cantonal cost provision cited.
Volltext
Obergericht Cour suprême des Kantons Bern du canton de Berne
Beschwerdekammer in Chambre de recours pénale Strafsachen
Hochschulstrasse 17 Postfach Beschluss 3001 Bern BK 20 47 Telefon +41 31 635 48 09 Fax +41 31 634 50 54 obergericht-straf.bern@justice.be.ch www.justice.be.ch/obergericht Bern, 10. Februar 2020
Besetzung Oberrichter J. Bähler (Präsident i.V.), Oberrichterin Bratschi, Oberrichterin Falkner Gerichtsschreiberin Kurt
Verfahrensbeteiligte A.________ Beschuldigter
Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Nordring 8, Postfach, 3001 Bern
B.________ Strafkläger/Beschwerdeführer
Gegenstand Nichtanhandnahme Strafverfahren wegen Amtsmissbrauchs, übler Nachrede, Beschimpfung
Beschwerde gegen die Verfügung der Regionalen Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland vom 21. Januar 2020 (BM 19 53535)
Erwägungen:
1. Am 21. Januar 2020 nahm die Regionale Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland (nachfolgend: Staatsanwaltschaft) das Verfahren gegen den Beschuldigten wegen Amtsmissbrauchs, übler Nachrede sowie Beschimpfung nicht an die Hand. Dagegen reichte der Strafkläger (nachfolgend: Beschwerdeführer) am 3. Februar 2020 Beschwerde ein. Er beantragte sinngemäss die Eröffnung eines Verfahrens.
Mit Blick auf nachfolgende Ausführungen wurde auf die Durchführung eines Schriftenwechsels verzichtet (Art. 390 Abs. 2 der Strafprozessordnung [StPO]).
2. Gegen Verfügungen und Verfahrenshandlungen der Staatsanwaltschaft kann bei der Beschwerdekammer in Strafsachen innert 10 Tagen schriftlich und begründet Beschwerde geführt werden (Art. 393 Abs. 1 Bst. a i.V.m. Art. 396 Abs. 1 StPO, Art. 35 des Gesetzes über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 161.1] i.V.m. Art. 29 Abs. 2 des Organisationsreglements des Obergerichts [OrR OG; BSG 162.11]). Der Beschwerdeführer ist durch die Nichtanhandnahme der von ihm erhobenen Anzeige unmittelbar in seinen rechtlich geschützten Interessen betroffen und somit zur Beschwerdeführung legitimiert (Art. 382 Abs. 1 StPO). Auf die formund fristgerechte Beschwerde ist einzutreten, sofern es um die angefochtene Nichtanhandnahme gegen den Beschuldigten geht. Nicht Gegenstand des Beschwerdeverfahrens sind die ursprüngliche Anzeige des Beschwerdeführers betreffend Eindringen in ein fremdes Datensystem und der Entscheid der Kantonspolizei vom 17. Dezember 2019 betreffend Aktenlöschungsgesuch des Beschwerdeführers. Die Beschwerdekammer ist diesbezüglich nicht zuständig.
3. Der Beschwerdeführer wirft dem Beschuldigten (Mitarbeiter der Kantonspolizei)
vor, dieser habe ihm im Zusammenhang mit der Einreichung seiner Anzeige wegen Eindringens in ein fremdes Datenverarbeitungssystem gesagt, er (der Beschwerdeführer) solle wegen «so Seich» nicht mehr die Polizei aufsuchen. Weiter bemängelt der Beschwerdeführer den Journaleintrag des Beschuldigten vom 26. November 2019, wonach die Bemerkungen des Beschwerdeführers zu hinterfragen seien. Der Beschuldigte habe ihm auch vorgeworfen, die Polizei «beübt» zu haben. Dadurch habe der Beschuldigte einen Amtsmissbrauch, eine Beschimpfung sowie üble Nachrede begangen. Wider besseres Wissen habe der Beschuldigte «seiner Rechtschaffenheit» geschadet.
4. Dieser Sachverhalt war bereits Gegenstand im Strafverfahren BM 19 51801, welches mit einer Nichtanhandnahme-Verfügung vom 13. Januar 2020 erledigt worden ist. Darauf kann verwiesen werden. Der Beschwerdeführer erwähnt keine neuen Tatsachen oder Beweismittel, welche eine Wiederanhandnahme dieses Verfahrens aufdrängen würden (Art. 310 Abs. 2 i.V.m. Art. 323 StPO). Solche sind auch nicht ersichtlich. Sollte die Äusserung des Beschuldigten, wonach der Beschwerdeführer die Polizei «beübt» habe, als neu bzw. noch nicht beurteilt angesehen werden, ist Folgendes auszuführen: Selbst wenn die Wortwahl des Beschuldigten allenfalls als unangemessen angesehen werden kann, beinhaltet sie einzig die sachliche Feststellung, dass sich der Vorwurf des Eindringens in eine fremde Datenverarbeitungsanlage in keinerlei Hinsicht bestätigt hat. Eine solche Äusserung erfüllt den Tatbestand einer Beschimpfung, üblen Nachrede oder eines Amtsmissbrauchs offensichtlich nicht, zumal sich der Beschuldigte erst in diesem Sinne äusserte, nachdem die Durchsuchung des ersten Computers des Beschwerdeführers nichts ergeben und der Beschwerdeführer auch die Durchsuchung seines zweiten Computers beantragt hatte.
Die Beschwerde ist abzuweisen.
5. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der Beschwerdeführer kostenpflichtig (Art. 428 Abs. 1 StPO).
Die Beschwerdekammer in Strafsachen beschliesst:
1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten werden kann.
2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens, bestimmt auf CHF 300.00, werden dem Beschwerdeführer zur Bezahlung auferlegt.
3. Zu eröffnen:
- dem Strafkläger/Beschwerdeführer
- dem Beschuldigten
- der Generalstaatsanwaltschaft Mitzuteilen:
- der Regionalen Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland, Staatsanwältin C.________ (mit den Akten)
Bern, 10. Februar 2020 Im Namen der Beschwerdekammer in Strafsachen Der Präsident i.V.:
Oberrichter J. Bähler Die Gerichtsschreiberin:
Kurt i.V. Gerichtsschreiberin Lustenberger
Die Kosten des Beschwerdeverfahrens werden durch die Beschwerdekammer in Strafsachen in Rechnung gestellt.
Rechtsmittelbelehrung Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung beim Bundesgericht, Av. du Tribunal fédéral 29, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in Strafsachen gemäss Art. 39 ff., 78 ff. und 90 ff. des Bundesgerichtsgesetzes (BGG; SR 173.110) geführt werden. Die Beschwerde muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entsprechen.