Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
200 2024 237 • VG BE 200 2024 237 KI-generiert

Claimant's Willful Procedural Misconduct in Unemployment Benefits Appeal Warrants Imposition of Litigation Costs

Geschäftsnummer 200 2024 237
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Kanton Bern (CH-BE)
Entscheiddatum
Ausgang struck_off
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

A claimant filed an appeal seeking to establish 80% employable capacity for unemployment insurance benefits, but subsequently withdrew the appeal after the court indicated the initial rejection by the Unemployment Insurance Office might be overturned in her favor. The court found that the claimant engaged in willful procedural misconduct by knowingly pursuing the appeal while concealing important facts from both the opposing party and the court, specifically that she had been enrolled since September 2023 in a part-time vocational training program (Tuesdays, Thursdays, Saturdays) that significantly limited her availability for placement. Given this failure to disclose relevant information, which impacts the assessment of employable capacity, the court, despite the appeal withdrawal, ruled that the claimant’s conduct was abusive litigation, justifying the imposition of procedural costs of CHF 500 upon the claimant.

Legislator-Regeste

KI-generiert

Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; Claimant's Willful Procedural Misconduct in Unemployment Benefits Appeal Warrants Imposition of Litigation Costs: The court found that the claimant engaged in willful procedural misconduct by knowingly pursuing the appeal while concealing important facts from both the opposing party and the court, specifically that she had been enrolled since September 2023 in a part-time vocational training program (Tuesdays, Thursdays, Saturdays) that significantly limited her availability for placement. Given this failure to disclose relevant information, which impacts the assessment of employable capacity, the court, despite the appeal withdrawal, ruled that the claimant’s conduct was abusive litigation, justifying the imposition of procedural costs of CHF 500 upon the claimant.

Schlagwörter

KI-generiert
Versicherungsleistung der Arbeitslosenversicherung Verfahrensfehler missbräuchliches Verhalten Verfahrenskosten Versicherungsleistungsentzug Arbeitslosigkeit Einspracheentscheid vom 19. Februar 2024

Zitierte Gesetzesbestimmungen

KI-generiert

Zitierte Rechtsprechung

KI-generiert
KI-generiert

Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

KI-generiert
Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG

The provision is implicitly applied as the court dismisses the case after the appeal was withdrawn, often falling under simplified procedural grounds, though the specific text only mentions closing the file (Abschreibung).

Art. 66 Abs. 1 BGG

This article is cited in the dispositive (Point 2) to impose the procedural costs on the appellant.

Fragen Sie sich, wie dieser Entscheid auf Ihren Fall anwendbar ist?

Prüfen Sie diesen Entscheid zusammen mit Bundesrecht, kantonalen Erlassen, Kommentaren und Folgeentscheiden in Legislator AI.

Fall in Legislator öffnen →

Volltext

ALV 200 2024 237 FRC/SCC/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil der Einzelrichterin vom 20. Januar 2025

Verwaltungsrichterin Frey Gerichtsschreiberin Schertenleib Gamero

A.________ vertreten durch Rechtsanwältin B.________ Beschwerdeführerin

gegen

Amt für Arbeitslosenversicherung des Kantons Bern Rechtsdienst, Lagerhausweg 10, 3018 Bern Beschwerdegegner

betreffend Einspracheentscheid vom 19. Februar 2024 Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Jan. 2025, ALV 200 2024 237

Die Einzelrichterin zieht in Erwägung,

dass mit prozessleitender Verfügung vom 30. Dezember 2024 aufgezeigt wurde, dass der angefochtene Einspracheentscheid zu Ungunsten der Beschwerdeführerin abgeändert werden könnte, dass die Beschwerdeführerin die Beschwerde vom 20. März 2024 mit Schreiben vom 17. Januar 2025 zurückgezogen hat, dass die Homepage https://ch.... nicht mehr abrufbar und somit wohl offline genommen wurde und daher Auszüge aus den Homepages https://ch.... sowie https://... (beide zuletzt besucht am 23. Dezember 2024) den Parteien zugestellt und zu den Gerichtsakten erkannt werden,

dass leichtsinnige oder mutwillige Prozessführung vorliegen kann, wenn die Partei ihre Stellungnahme auf einen Sachverhalt abstützt, von dem sie weiss oder bei der ihr zumutbaren Sorgfalt wissen müsste, dass er unrichtig ist. Mutwillige Prozessführung kann auch etwa angenommen werden, wenn eine Partei eine ihr in dieser Eigenschaft obliegende Pflicht (z.B. Mitwirkungs-, Unterlassungspflicht) verletzt oder wenn sie noch vor der Rekursbehörde an einer offensichtlich gesetzwidrigen Auffassung festhält (BGE 124 V 285 E. 4b S. 288,

112 V 333 E. 5a S. 334; SVR 2024 BVG Nr. 21 S. 74, 9C_442/2023

E. 4.2),

dass die Beschwerdeführerin wohlweislich, dass sie seit September 2023 einer Ausbildung zur ... EFZ an der C.________ (Dienstag, Donnerstag, Samstag) nachgeht, dennoch Beschwerde erhoben und beantragt hat, dass von einer Vermittlungsfähigkeit von 80 % auszugehen sei, jedoch die Ausbildung weder gegenüber dem Beschwerdegegner noch gegenüber dem angerufenen Gericht bekannt gegeben hat und dies somit eine mutwillige Prozessführung darstellt, welche zur Folge hat, dass die Verfahrenskosten gerichtlich bestimmt auf Fr. 500.-- der Beschwerdeführerin aufzuerlegen sind.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Jan. 2025, ALV 200 2024 237

Demnach entscheidet die Einzelrichterin:

1. Das Beschwerdeverfahren wird vom Geschäftsverzeichnis abgeschrieben.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 500.-- werden der Beschwerdeführerin zur Bezahlung auferlegt.

3. Zu eröffnen (R):

- Rechtsanwältin B.________ z.H. der Beschwerdeführerin (samt Auszügen aus den Homepages und den eingereichten Akten)

- Amt für Arbeitslosenversicherung des Kantons Bern, Rechtsdienst (samt Rückzugsschreiben und Auszügen aus den Homepages)

- Staatssekretariat für Wirtschaft – SECO

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begründung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.