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200 2023 14 • VG BE 200 2023 14 KI-generiert

Appeal Inadmissible Due to Improper Subject of Review

Geschäftsnummer 200 2023 14
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Kanton Bern (CH-BE)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)
Kostenauflage keine Kosten erhoben

Legislator-Zusammenfassung

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The court considered an appeal filed under the title "Waiver Request for Child Allowances" after an administrative body upheld a decision to reclaim CHF 7,580 in family allowances paid for the period of September 2020 to January 2022. The appellant argued that the reclaimed sum should be offset against family allowances his spouse should have received from another canton during the same period (CHF 6,800), and the remaining balance (CHF 680) should be waived. The court determined that the appellant's submission did not constitute an appeal against the repayment decision but explicitly requested a set-off of the debt and a subsequent waiver, neither of which is a contestable administrative decision (Anfechtungsobjekt) for this court. Lacking the necessary procedural prerequisites for a legal remedy, specifically a functional challenge against a decree or objection decision, the court ruled the matter inadmissible and transferred the file to the administrative body for competent handling of the set-off and waiver requests.

Legislator-Regeste

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Art. 58 Abs. 3 ATSG, Art. 69 Abs. 1 i.V.m; Appeal Inadmissible Due to Improper Subject of Review: The appellant argued that the reclaimed sum should be offset against family allowances his spouse should have received from another canton during the same period (CHF 6,800), and the remaining balance (CHF 680) should be waived. The court determined that the appellant's submission did not constitute an appeal against the repayment decision but explicitly requested a set-off of the debt and a subsequent waiver, neither of which is a contestable administrative decision (Anfechtungsobjekt) for this court. Lacking the necessary procedural prerequisites for a legal remedy, specifically a functional challenge against a decree or objection decision, the court ruled the matter inadmissible and transferred the file to the administrative body for competent handling of the set-off and waiver requests.

Schlagwörter

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Verfahrensüberprüfung Anfechtung von Verwaltungsverfügungen Kinderzulagen Für Rechtsbehelfe zuständige Stellen anfechtbarer Zwischenentscheid Nichtigkeitsklage im Gemeinschaftsrecht Einspracheentscheid vom 12. Dezember 2022

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Art. 58 Abs. 3 ATSG
Cited as the legal basis for forwarding the submission to the relevant administrative authority (B.________).
Art. 69 Abs. 1 i.V.m
Ein Schriftenwechsel ist unter diesen Umständen nicht durchzuführen (Art. 69 Abs. 1 i.V.m.

Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 58 Abs. 3 ATSG

Cited as the legal basis for forwarding the submission to the relevant administrative authority (B.________).

Art. 69 Abs. 1 i.V.m. Art. 83 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21] e contrario

Cited by inference ('e contrario') to justify not conducting further correspondence because the appeal was not admitted.

Art. 57 Abs. 1 des kantonalen Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 161.1]

Cited as the basis for the single judge's jurisdiction to issue this cost-free decision.

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Volltext

200 23 14 FZ SCP/GET/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 10. Januar 2023

Verwaltungsrichter Schütz Gerichtsschreiber Germann

A.________ Beschwerdeführer

gegen

B.________ Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 12. Dezember 2022 Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Jan. 2023, FZ/23/14, Seite 2

Der Einzelrichter zieht in Erwägung:

1. Mit Einspracheentscheid vom 12. Dezember 2022 bestätigte die B.________ (nachfolgend B.________) die mit Verfügung vom 29. September 2022 erfolgte Rückforderung von im Zeitraum von September 2020 bis Januar 2022 an A.________ (nachfolgend Versicherter) erbrachter Familienzulagen im Betrag von Fr. 7'580.--.

2. Mit Eingabe vom 6. Januar 2023 macht der Versicherte unter dem Titel "Erlassungsgesuch Kinderzulagen […]" geltend, es sei zu prüfen, ob die (zurückgeforderten) Kinderzulagen nicht mit jenen, die der Kanton Solothurn in der Zeit vom September 2020 bis Januar 2022 hätte entrichten sollen, verrechnet werden (17 x Fr. 400.--, ausmachend Fr. 6’800.--)

und die restlichen Fr. 680.-- erlassen werden könnten.

3. Prozessvoraussetzungen (Sachurteilsvoraussetzungen) sind die prozessrechtlichen Erfordernisse, die vorhanden sein müssen, damit der Richter zur Begründetheit oder Unbegründetheit der Rechtsbegehren Stellung beziehen kann. Die Zuständigkeitsordnung ist Sache des Gesetzes. Sie ist zwingender Natur. Ob die Sachurteilsvoraussetzungen vorliegen, ist als Rechtsfrage von der entscheidenden Instanz von Amtes wegen zu prüfen (BGE 134 V 269 E. 2.2 i.f. S. 271 f. mit Hinweis;

vgl. zum Ganzen FRITZ GYGI, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Aufl.

1983, S. 71 ff.). Zu den Prozessvoraussetzungen in Rechtsmittelverfahren gehören u.a. das Vorliegen eines Anfechtungsobjekts sowie die funktionelle Zuständigkeit der Behörde (vgl. MICHEL DAUM, in:

HERZOG/DAUM [Hrsg.], Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl.

2020, Art. 20a N. 34). Fehlt es daran respektive sind die Prozessbzw.

Sachurteilsvoraussetzungen (von Beginn weg) nicht gegeben, wird auf das Rechtsmittel nicht eingetreten (vgl. DAUM, a.a.O., N. 43).

4. Die Eingabe des Versicherten vom 6. Januar 2023 richtet sich nicht gegen die Rückforderung als solche bzw. den Einspracheentscheid der B.________ vom 12. Dezember 2022, womit kein Beschwerdewille vorliegt. Demgegenüber stellt der Versicherte ausdrücklich ein Gesuch um Tilgung der Rückforderung durch Verrechnung mit den Ansprüchen der Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Jan. 2023, FZ/23/14, Seite 3

Ehefrau auf Familienzulagen und soweit dies nicht bzw. nicht restlos (Differenzzahlung) möglich sein sollte, ein Erlassgesuch.

5. Insoweit liegt vorliegend keine Verfügung bzw. kein Einspracheentscheid und damit kein Anfechtungsobjekt vor, womit das angerufene Gericht für die materielle Behandlung der mit Eingabe vom 6. Januar 2023 beantragten Verrechnung von Familienzulagen bzw. des beantragten Erlasses der Rückforderung funktionell nicht zuständig ist (vgl.

E. 3 vorne).

6. Die Eingabe des Versicherten vom 6. Januar 2023 ist demnach samt den Akten zuständigkeitshalber zur weiteren Behandlung an die B.________ weiterzuleiten (Art. 58 Abs. 3 ATSG).

7. Nach dem Dargelegten ist auf die Eingabe vom 6. Januar 2023 nicht einzutreten. Ein Schriftenwechsel ist unter diesen Umständen nicht durchzuführen (Art. 69 Abs. 1 i.V.m. Art. 83 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21] e contrario).

8. Für diesen kostenlosen Entscheid ist der Einzelrichter zuständig (Art. 57 Abs. 1 des kantonalen Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG;

BSG 161.1]). Parteientschädigungen werden nicht zugesprochen.

Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. Auf die Eingabe vom 6. Januar 2023 wird nicht eingetreten.

2. Die Akten werden von Amtes wegen an die B.________ weitergeleitet im Sinne der Erwägungen.

3. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch werden Parteientschädigungen zugesprochen. Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Jan. 2023, FZ/23/14, Seite 4

4. Zu eröffnen (R):

- A.________

- B.________

- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begründung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.