Claimant Fails to Challenge Formal Decision in Supplementary Benefits Claim
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertA claimant requested, via an unprecedented legal filing, that the Cantonal Compensation Office be obliged to pay him supplementary benefits (Ergänzungsleistungen) plus 5% interest *super-provisionally* starting from January 2021. The Bern Cantonal Administrative Court, Social Security Division, found the submission inadmissible because the claimant failed to challenge a formal decision (Verfügung or Einspracheentscheid) required by social insurance procedural law (ATSG Art. 57) for judicial review. Since the claimant directly requested a payment without challenging a prior administrative decision—and did not file a complaint for denial or delay of justice—the court lacked a proper object of contention, resulting in a decision not to entertain the legal filing.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 61 lit. fbis ATSG, Art. 57 Abs. 1 GSOG, Art. 93 BGG, Art. 64 LTF; Claimant Fails to Challenge Formal Decision in Supplementary Benefits Claim: The Bern Cantonal Administrative Court, Social Security Division, found the submission inadmissible because the claimant failed to challenge a formal decision (Verfügung or Einspracheentscheid) required by social insurance procedural law (ATSG Art. 57) for judicial review. Since the claimant directly requested a payment without challenging a prior administrative decision—and did not file a complaint for denial or delay of justice—the court lacked a proper object of contention, resulting in a decision not to entertain the legal filing.
Schlagwörter
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KI-generiertThis provision is the procedural basis enabling the Tribunal to refuse to enter a judgment because the case does not meet the admissibility requirements for an appeal.
This provision is cited regarding the non-allocation of party compensation in the operative part (implicitly, as no costs are levied).
Volltext
200 21 496 EL ACT/PES/WSI
Verwaltungsgericht des Kantons Bern Sozialversicherungsrechtliche Abteilung
Urteil des Einzelrichters vom 5. Juli 2021
Verwaltungsrichter Ackermann Gerichtsschreiber Peter
A.________ Beschwerdeführer
gegen
Ausgleichskasse des Kantons Bern Abteilung Ergänzungsleistungen, Chutzenstrasse 10, 3007 Bern Beschwerdegegnerin
betreffend Schreiben vom 1. Juli 2021 Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Juli 2021, EL/21/496, Seite 2
Der Einzelrichter zieht in Erwägung:
1. Mit Eingabe vom 1. Juli 2021 (Postaufgabe 2. Juli 2021) beantragt A.________ (Beschwerdeführer), die Ausgleichskasse des Kantons Bern (Beschwerdegegnerin) sei superprovisorisch zu verpflichten, ihm ab Januar 2021 Ergänzungsleistungen nebst Zins zu 5% auszubezahlen.
2. Ein Schriftenwechsel wird nicht durchgeführt.
3. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG;
SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen in Anwendung von Sozialversicherungsrecht ergangene Entscheide.
Hier liegt kein derartiger Entscheid vor, sondern der Beschwerdeführer verlangt direkt die Auszahlung eines Betrages nebst Zins. Damit aber fehlt es an einem für das sozialversicherungsrechtliche Beschwerdeverfahren notwendigen Anfechtungsobjekt, nämlich einem Einspracheentscheid resp. einer Verfügung (wenn gesetzlich keine Einsprache vorgesehen ist).
4. Der Beschwerdeführer macht auch keine Rechtsverweigerungsoder Rechtsverzögerungsbeschwerde geltend (wie er es bereits mehrfach getan hat, so dass ihm dieses Rechtsinstitut bekannt ist), weshalb auf die Eingabe nicht einzutreten ist.
5. Für diesen kostenlosen (Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2006 über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenenund Invalidenversicherung [ELG; SR 831.30] i.V.m. Art. 61 lit. fbis ATSG [Umkehrschluss]) Entscheid ist der Einzelrichter zuständig (Art. 57 Abs. 1 GSOG); Parteientschädigungen werden nicht ausgerichtet.
Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Juli 2021, EL/21/496, Seite 3
Demnach entscheidet der Einzelrichter:
1. Auf die Eingabe vom 1. Juli 2021 wird nicht eingetreten.
2. Es werden weder Kosten erhoben noch Parteientschädigungen ausgerichtet.
3. Zu eröffnen (R):
- A.________
- Ausgleichskasse des Kantons Bern, Abteilung Ergänzungsleistungen
(samt Kopie der Eingabe vom 1. Juli 2021)
- Bundesamt für Sozialversicherungen
Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:
Rechtsmittelbelehrung Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begründung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.