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200 2021 158 • VG BE 200 2021 158 KI-generiert

Administrative Decision Annulled Upon Appeal Compliance

Geschäftsnummer 200 2021 158
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Kanton Bern (CH-BE)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)
Kostenauflage keine Kosten erhoben

Legislator-Zusammenfassung

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A company initially challenged an administrative decision that had denied its request for a Short-Time Work (STW) permit for December 2020, despite having received permits for the surrounding periods. While the appeal process was underway, the administrative authority, following a request for permit adjustment, issued a new decision dated April 21, 2021, which annulled the previous approval and granted the company an STW permit explicitly covering the disputed month of December 2020, thereby fully satisfying the appellant's claim. Given that the company's objective in the appeal was entirely met by the administrative authority’s subsequent decision, the court found that the essential prerequisite of an existing and practical interest in the appeal had ceased to exist, leading the court to dismiss the appeal without an entry into the merits and without imposing procedural costs or awarding party compensation.

Legislator-Regeste

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Art. 61 fbis, Art. 1 Abs. 1 AVIG, Art. 61 lit. g ATSG, Art. 61 fbis ATSG; Administrative Decision Annulled Upon Appeal Compliance: While the appeal process was underway, the administrative authority, following a request for permit adjustment, issued a new decision dated April 21, 2021, which annulled the previous approval and granted the company an STW permit explicitly covering the disputed month of December 2020, thereby fully satisfying the appellant's claim. Given that the company's objective in the appeal was entirely met by the administrative authority’s subsequent decision, the court found that the essential prerequisite of an existing and practical interest in the appeal had ceased to exist, leading the court to dismiss the appeal without an entry into the merits and without imposing procedural costs or awarding party compensation.

Schlagwörter

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Verwaltungskonformität Arbeitsbewilligungen Kurzarbeit verwaltungsrechtlicher Widerruf verfahrensrechtliche Fragen bestrittene Forderung Einspracheentscheid vom 5. Februar 2021

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 59 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1)

Cited as the basis for the lack of a procedural prerequisite (interest in the appeal) leading to non-admittance.

Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 25. Juni 1982 über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG; SR 837.0)

Cited in conjunction with Art. 61 fbis ATSG regarding the non-levying of procedural costs.

Art. 61 fbis ATSG

Cited in conjunction with Art. 1 Abs. 1 AVIG regarding the non-levying of procedural costs.

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Volltext

200 21 158 ALV WIS/GET/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil der Einzelrichterin vom 26. April 2021

Verwaltungsrichterin Wiedmer Gerichtsschreiber Germann

A.________ GmbH Beschwerdeführerin

gegen

Amt für Arbeitslosenversicherung des Kantons Bern Rechtsdienst, Lagerhausweg 10, 3018 Bern Beschwerdegegner

betreffend Einspracheentscheid vom 5. Februar 2021 Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. April 2021, ALV/21/158, Seite 2

Die Einzelrichterin zieht in Erwägung:

- Mit Entscheid Nr. 340175859 vom 7. September 2020 gewährte das Amt für Arbeitslosenversicherung (nachfolgend Beschwerdegegner) der A.________ GmbH (nachfolgend Beschwerdeführerin) vom 1. September bis 30. November 2020 eine Bewilligung für Kurzarbeit (Akten des Beschwerdegegners [act. IIA 15-18]). Auf eine weitere Voranmeldung vom 22. Dezember 2020 (act. IIA 12 f.) hin erteilte der Beschwerdegegner der Beschwerdeführerin mit Entscheid Nr. 340859146 vom 6. Januar 2021 eine Bewilligung für Kurzarbeitsentschädigung vom 1. Januar bis 31. März 2021 (act. IIA 8-11). Die dagegen erhobene Einsprache, mit welcher die Beschwerdeführerin auch für den Monat Dezember 2020 eine Bewilligung beantragte (act. IIA 6), wies der Beschwerdegegner mit Entscheid vom 5. Februar 2021 (act.

IIA 2-4) ab.

- In der mit Schreiben vom 18. Februar 2021 dagegen erhobenen Beschwerde beantragt die Beschwerdeführerin sinngemäss eine Bewilligung für Kurzarbeit für den Monat Dezember 2020.

- Mit Stellungnahme vom 23. April 2021 teilte der Beschwerdegegner dem Gericht mit, am 31. März 2021 habe die Beschwerdeführerin ein Gesuch um Anpassung der Bewilligung Nr. 340175859 vom 7. September 2020 eingereicht. In der Folge habe die Kantonale Amtsstelle diese Bewilligung annulliert und ersetzt. Mit Entscheid Nr. 341487950 vom 21. April 2021 sei die Kurzarbeit vom 1. September 2020 bis

31. Dezember 2020 bewilligt worden (vgl. auch "Wiedererwägungsentscheid Nr. 341487950" vom 21. April 2021 [in den Gerichtsakten]).

- Durch den "Wiedererwägungsentscheid Nr. 341487950" vom 21. April 2021 wurde der Beschwerdeführerin auch für den streitgegenständlichen Monat Dezember 2020 eine Bewilligung für Kurzarbeit erteilt und ihrem beschwerdeweisen Begehren damit vollumfänglich entsprochen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. April 2021, ALV/21/158, Seite 3

Damit besteht kein aktuelles und praktisches Interesse an der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Entscheids mehr, muss diese Voraussetzung doch im Zeitpunkt der Urteilsfällung (noch) gegeben sein (BGE 133 II 81 E. 3 S. 84).

- Ist das schutzwürdige Interesse an der Beschwerdeerhebung somit entfallen, fehlt es an einer Sachurteilsvoraussetzung (Art. 59 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]), womit auf die Beschwerde vom 18. Februar 2021 nicht eingetreten werden kann (vgl. Entscheid des Bundesgerichts vom 20. November 2008, 8C_39/2008, E. 2.2).

- Verfahrenskosten sind keine zu erheben (Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 25. Juni 1982 über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung [AVIG; SR 837.0]) i.V.m. Art. 61 fbis ATSG [Umkehrschluss; vgl. auch BBl 2018 1639]). Bei diesem Verfahrensausgang hat die Beschwerdeführerin keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 AVIG i.V.m. Art.

61 lit. g ATSG).

- Dieser Entscheid fällt in die einzelrichterliche Zuständigkeit (Art. 57 Abs.

1 des Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 161.1]).

Demnach entscheidet die Einzelrichterin:

1. Auf die Beschwerde vom 18. Februar 2021 wird nicht eingetreten.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteientschädigung zugesprochen. Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. April 2021, ALV/21/158, Seite 4

3. Zu eröffnen (R):

- A.________ GmbH (samt Eingabe der Beschwerdegegnerin vom

23. April 2021 inkl. Beilage)

- Amt für Arbeitslosenversicherung des Kantons Bern, Rechtsdienst

- Staatssekretariat für Wirtschaft – SECO

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begründung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.