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200 2020 345 • VG BE 200 2020 345 KI-generiert

Policyholder v. Insurer (Jurisdiction over Supplementary Health Insurance Dispute)

Geschäftsnummer 200 2020 345
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Kanton Bern (CH-BE)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)
Kostenauflage keine Kosten erhoben

Legislator-Zusammenfassung

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A policyholder lodged an input with the Cantonal Administrative Court, claiming that her supplementary private health insurance ("Natura Komfort") should cover the costs of alternative medical treatment. The court declined to hear the case because, according to Art. 37 para. 1 of the cantonal implementing law for federal health insurance acts, disputes arising from supplementary insurance to mandatory health care insurance fall under the jurisdiction of the civil courts, not the Administrative Court. Furthermore, since the insurer is seated in Zurich, the civil courts of the Canton of Zurich are competent per Art. 10 para. 1 lit. b of the Swiss Civil Procedure Code, meaning the Administrative Court of Bern had no obligation to forward the input to the locally competent civil court, resulting in the summary dismissal of the input without the levying of procedural costs.

Legislator-Regeste

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Art. 108 Abs. 1 VPRG, Art. 57 Abs. 1 GSOG; Policyholder v. Insurer (Jurisdiction over Supplementary Health Insurance Dispute): The court declined to hear the case because, according to Art. 37 para. 1 of the cantonal implementing law for federal health insurance acts, disputes arising from supplementary insurance to mandatory health care insurance fall under the jurisdiction of the civil courts, not the Administrative Court. Furthermore, since the insurer is seated in Zurich, the civil courts of the Canton of Zurich are competent per Art. 10 para. 1 lit. b of the Swiss Civil Procedure Code, meaning the Administrative Court of Bern had no obligation to forward the input to the locally competent civil court, resulting in the summary dismissal of the input without the levying of procedural costs.

Schlagwörter

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Krankenzusatzversicherer Versicherungsnehmer Zivilrechtsstreitigkeit Gesundheitsbezogene Angaben Krankenversicherung Überversicherung Eingabe vom 15. Mai 2020

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 Abs. 1 VPRG

Cited in the reasoning (point 4), which explains why no procedural costs are levied in the dispositive (point 2).

Art. 57 Abs. 1 GSOG

Cited in the reasoning (point 5) to establish the single-judge competence for the final decision (point 1, 2).

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Volltext

200 20 345 KV ACT/SCM/MAJ/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 20. Mai 2020

Verwaltungsrichter Ackermann Gerichtsschreiberin Schädeli

A.________ Beschwerdeführerin

gegen

Sanitas Privatversicherungen AG c/o Sanitas, Service Center Aarau, Laurenzenvorstadt 11, Postfach 4236, 5001 Aarau Beschwerdegegnerin

betreffend Eingabe vom 15. Mai 2020 Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Mai 2020, KV/20/345, Seite 2

Der Einzelrichter zieht in Erwägung:

1. Mit Eingabe vom 15. Mai 2020 liess A.________ (Beschwerdeführerin)

beim Verwaltungsgericht geltend machen, die von ihr abgeschlossene Zusatzversicherung "Natura Komfort" der Sanitas Privatversicherungen AG (Beschwerdegegnerin) habe die Kosten im Zusammenhang einer alternativmedizinischen Behandlung zu übernehmen.

2. Für Beurteilungen von Streitigkeiten aus Zusatzversicherungen zur obligatorischen Krankenpflegeversicherung sind nach Art. 37 Abs. 1 des kantonalen Gesetzes vom 6. Juni 2000 betreffend die Einführung der Bundesgesetze über die Kranken-, Unfallund Militärversicherung (EG KUMV; BSG 842.11) die Zivilgerichte zuständig. Soweit die Beschwerdeführerin eine Vergütung auf Basis einer Zusatzversicherung geltend macht, ist das Verwaltungsgericht somit nicht zur Beurteilung dieser Streitigkeit zuständig, weshalb auf die Eingabe nicht eingetreten werden kann.

3. Gemäss Art. 4 Abs. 1 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) besteht für die unzuständige Behörde die Pflicht, Eingaben an die zuständige Verwaltungsoder Verwaltungsjustizbehörde weiterzuleiten. Diese Pflicht gilt für Verwaltungsjustizbehörden auch gegenüber bernischen Zivilund Strafgerichten (MARKUS MÜLLER, Bernische Verwaltungsrechtspflege,

2. Aufl. 2011, S. 19). Für Klagen gegen eine juristische Person sind die Gerichte an deren Sitz zuständig (Art. 10 Abs. 1 lit. b der Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 [ZPO; SR 272]).

Da die Beschwerdegegnerin ihren Sitz in Zürich hat (vgl.

<www.zefix.ch>), sind die Zivilgerichte des Kantons Zürich für die Beurteilung der vorliegenden Eingabe zuständig, weshalb für das Verwaltungsgericht keine Weiterleitungspflicht besteht.

4. Die vereinfachte Verfahrenserledigung gilt als besonderer Umstand gemäss Art. 108 Abs. 1 VPRG, der es rechtfertigt, keine Verfahrenskosten zu erheben.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Mai 2020, KV/20/345, Seite 3

5. Dieser Entscheid fällt in die einzelrichterliche Zuständigkeit (Art. 57 Abs. 1 des Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 161.0]).

Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. Auf die Eingabe vom 15. Mai 2020 wird nicht eingetreten.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch eine Parteientschädigung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):

- A.________

- Sanitas Privatversicherungen AG

- Bundesamt für Gesundheit

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begründung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.