Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
200 2019 248 • VG BE 200 2019 248 KI-generiert

Insurance Appeal Timeliness Denial

Geschäftsnummer 200 2019 248
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Kanton Bern (CH-BE)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)
Kostenauflage keine Kosten erhoben

Legislator-Zusammenfassung

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The court decided not to hear the appeal filed by an insured person against the accident insurance decision to deny benefits for an event on April 25, 2018, because the appeal was filed outside the statutory deadline. The insurer's decision was placed in the representative's mailbox on Saturday, February 23, 2019, starting the 30-day appeal period on Sunday, February 24, 2019, and setting the deadline for Monday, March 25, 2019. Since the appeal was submitted to the post office on March 27, 2019, it was deemed late; the court confirmed that the insurer's use of A-Post Plus for delivery was permissible and did not affect the timeliness calculation.

Legislator-Regeste

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Art. 60 Abs. 2 ATSG, Art. 38 Abs. 1 ATSG, Art. 39 Abs. 1 ATSG, Art. 38 Abs. 3 ATSG, Art. 83 i.V.m, Art. 61 lit. a ATSG; Insurance Appeal Timeliness Denial: The insurer's decision was placed in the representative's mailbox on Saturday, February 23, 2019, starting the 30-day appeal period on Sunday, February 24, 2019, and setting the deadline for Monday, March 25, 2019. Since the appeal was submitted to the post office on March 27, 2019, it was deemed late; the court confirmed that the insurer's use of A-Post Plus for delivery was permissible and did not affect the timeliness calculation.

Schlagwörter

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Anspruch auf Versicherungsleistungen Unfallversicherer Entschädigung für Nutzung Versicherungsvorbehalt statutarische Leistung Forderungseingabe Einspracheentscheid vom 21. Februar 2019

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 60 Abs. 1 ATSG

This article establishes the 30-day deadline for filing the administrative appeal, which was the basis for determining the appeal's tardiness in the reasoning.

Art. 38 Abs. 1 ATSG

This article was cited in the reasoning to determine when the appeal deadline started running (the day after notification).

Art. 39 Abs. 1 ATSG

This article outlines the general rule for submitting written appeals (timeliness), which supports the finding that the appeal was late.

Art. 38 Abs. 3 ATSG

This article was cited in the reasoning regarding the extension of the deadline due to a Saturday/Sunday finish, though it did not affect the final conclusion here.

Art. 61 lit. a ATSG

This article is cited conjunctly with UVG to state that no court fees are being charged for this specific decision.

Art. 61 lit. g ATSG

This article is cited conjunctly with UVG to state the negative outcome regarding the entitlement to party compensation.

Art. 83 i.V.m. Art. 69 Abs. 1 VRPG

These articles were cited as the reason why a further exchange of briefs (Schriftenwechsel) was deemed unnecessary under the circumstances.

Art. 57 Abs. 1 GSOG

This article defines the competence of the single judge who issued the decision.

Art. 1 Abs. 1 UVG

This article is cited conjunctly with ATSG provisions regarding the determination that the appeal process is cost-free.

Art. 64 LTF

This article (the Swiss Federal Tribunal's equivalent) is cited in the appeal instruction (Rechtsmittelbelehrung) as the basis for seeking legal aid before the Federal Tribunal.

Art. 66 al. 1 LTF

This article (the Swiss Federal Tribunal's equivalent) is cited in the appeal instruction (Rechtsmittelbelehrung) regarding the determination of appeal costs before the Federal Tribunal.

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Volltext

200 19 248 UV FUE/ABE/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 8. Mai 2019

Verwaltungsrichter Furrer Gerichtsschreiberin Abenhaim

A.________ vertreten durch Rechtsanwalt B.________ Beschwerdeführerin

gegen

Suva Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 21. Februar 2019 Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Mai 2019, UV/2019/248, Seite 2

Der Einzelrichter zieht in Erwägung:

- Mit Einspracheentscheid vom 21. Februar 2019 bestätigte die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva bzw. Beschwerdegegnerin) ihre Verfügung vom 31. Oktober 2018, womit sie die Ausrichtung von Versicherungsleistungen im Zusammenhang mit einem Ereignis vom 25. April 2018 abgelehnt hatte.

- Dagegen erhob A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin), vertreten durch Rechtsanwalt B.________, mit Eingabe vom 27. März 2019 Beschwerde (beim Gericht eingegangen am 29. März 2019).

- Nachdem der Instruktionsrichter die Sendungsinformationen betreffend den mittels A-Post Plus versandten Einspracheentscheid eingeholt hatte, räumte er der Beschwerdeführerin Gelegenheit ein, sich zur Frage der Rechtzeitigkeit der Beschwerde zu äussern (vgl. Verfügung vom 2. April 2019). Davon machte sie am 3. Mai 2019 Gebrauch.

- Die Beschwerde ist innerhalb von 30 Tagen nach der Eröffnung des Einspracheentscheides oder der Verfügung, gegen welche eine Einsprache ausgeschlossen ist, einzureichen (Art. 60 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Die Artikel 38 bis 41 ATSG sind sinngemäss anwendbar (Art. 60 Abs. 2 ATSG). Berechnet sich eine Frist nach Tagen oder Monaten und bedarf sie der Mitteilung an die Parteien, so beginnt sie am Tag nach ihrer Mitteilung zu laufen (Art. 38 Abs. 1 ATSG). Schriftliche Eingaben müssen spätestens am letzten Tag der Frist dem Versicherungsträger – bzw. hier dem Versicherungsgericht – eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung übergeben werden (Art. 39 Abs. 1 ATSG).

Ist der letzte Tag der Frist ein Samstag, ein Sonntag oder ein vom Bundesrecht oder vom kantonalen Recht anerkannter Feiertag, so endet sie am nächstfolgenden Werktag (Art. 38 Abs. 3 ATSG, erster Satz).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Mai 2019, UV/2019/248, Seite 3

- Aufgrund der Sendungsverfolgung („Track & Trace-Auszug“ [in den Gerichtsakten]) ist erstellt und zudem unbestritten (vgl. Eingabe der Beschwerdeführerin vom 3. Mai 2019), dass der angefochtene Einspracheentscheid vom 21. Februar 2019 am Samstag, 23. Februar 2019, in das Postfach des Rechtsvertreters der Beschwerdeführerin gelegt wurde. Damit begann die 30-tägige Beschwerdefrist am Sonntag, 24. Februar 2019, zu laufen (Art. 38 Abs. 1 ATSG) und endete am Montag, 25. März 2019. Somit ist die am 27. März 2019 der Post übergebene Beschwerde verspätet, weshalb darauf nicht eingetreten werden kann. Der (unbelegt gebliebene) Einwand der Beschwerdeführerin, die Beschwerdegegnerin eröffne ihre Entscheide zuweilen mit der Versandart A-Post Plus und manchmal eingeschrieben, was willkürlich sei (vgl. Eingabe vom 3. Mai 2019), ändert daran nichts. Denn im Sozialversicherungsverfahren bestehen keine Vorschriften darüber, wie die Versicherungsträger ihre Verfügungen zustellen sollen; die Eröffnung von Verfügungen mittels A-Post Plus ist zulässig (vgl. z.B. Entscheid des Bundesgerichts vom 6. Dezember 2018, 8C_586/2018, E. 5 f.; vgl.

auch BVR 2019 S. 83 ff. und S. 91 f.).

- Die Durchführung eines Schriftenwechsels erübrigt sich unter diesen Umständen (Art. 83 i.V.m. Art. 69 Abs. 1 des kantonalen Gesetzes vom

23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]).

- Für diesen kostenlosen (vgl. Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung vom 20. März 1981 [UVG; SR 832.20] i.V.m Art. 61 lit. a ATSG) Entscheid ist der Einzelrichter zuständig (Art. 57 Abs. 1 des Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 161.1]).

Anspruch auf eine Parteientschädigung besteht nicht (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG).

Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. Auf die Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 27. März 2019 wird nicht eingetreten. Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Mai 2019, UV/2019/248, Seite 4

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteientschädigung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):

- Rechtsanwalt B.________ z.H. der Beschwerdeführerin

- Suva (samt Kopie der Eingabe vom 3. Mai 2019)

- Bundesamt für Gesundheit

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begründung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.