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200 2015 294 • VG BE 200 2015 294 KI-generiert

EL Recipient Appeal Dismissed for Lack of Standing Regarding Health Insurance Premium Reduction Payment Method

Geschäftsnummer 200 2015 294
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Kanton Bern (CH-BE)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)
Kostenauflage keine Kosten erhoben

Legislator-Zusammenfassung

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A recipient of supplementary benefits (EL) disputed an administrative decision, claiming their health insurer only received CHF 200 in premium reductions, but not an additional CHF 200 in EL directly paid towards health insurance premiums, as mandated from January 2015. The court found that the Benefits Office had successfully proven that the CHF 200 in EL funds had been transferred directly to the health insurer since January 2015, although due to the existing cantonal infrastructure, the transfer appeared on the insurer's records as "cantonal premium reduction" rather than "direct EL payment." Since the claimant had received all due payments, the court concluded that they were not affected by the contested administrative decision and lacked a protectable interest in its reversal, thus dismissing the appeal for lack of standing.

Legislator-Regeste

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Art. 59 ATSG, Art. 57 Abs. 1 GSOG, Art. 57 ATSG, Art. 93 BGG, Art. 64 LTF, Art. 66 al. 1 LTF; EL Recipient Appeal Dismissed for Lack of Standing Regarding Health Insurance Premium Reduction Payment Method: The court found that the Benefits Office had successfully proven that the CHF 200 in EL funds had been transferred directly to the health insurer since January 2015, although due to the existing cantonal infrastructure, the transfer appeared on the insurer's records as "cantonal premium reduction" rather than "direct EL payment." Since the claimant had received all due payments, the court concluded that they were not affected by the contested administrative decision and lacked a protectable interest in its reversal, thus dismissing the appeal for lack of standing.

Schlagwörter

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Versicherungsleistungskürzung Leistungsbezüger Beschwerdelegitimation Zusatzversicherung Krankenversicherungsprämien direktes Forderungsrecht gegen den Versicherer Einspracheentscheid vom 3. März 2015

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 59 ATSG

Used to find that the appellant was not entitled to appeal because she lacked a protected interest.

Art. 57 ATSG

Cited in the reasoning regarding jurisdiction, and implicitly supports the basis for the decision, although Art. 57 Abs. 1 GSOG is cited for the competence of the single judge in the final order (point 8).

Art. 57 Abs. 1 GSOG

Cited to establish the competence of the single judge for rendering the decision, as explicitly stated in the final order (point 8).

Art. 93 BGG

Although not explicitly cited in the dispositive orders 1-3, the Rechtsmittelbelehrung refers to Articles 39 ff., 82 ff. and 90 ff. BGG for appeal options, but none of these are explicitly cited in the operative part regarding the outcome or costs, except potentially Art. 93 BGG if the decision was deemed final but inadmissible based on appeal requirements (which is not the case here; inadmissibility is based on Art. 59 ATSG).

Art. 64 LTF

This article concerns legal aid, but it is not explicitly cited in the operative part (Orders 1-3).

Art. 66 al. 1 LTF

This article concerns costs, but it is not explicitly cited in the operative part (Order 2 only mentions 'Verfahrenskosten', not the specific LTF article).

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Volltext

200 15 294 EL ACT/SHE/JAA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 21. Juli 2015

Verwaltungsrichter Ackermann Gerichtsschreiber Schnyder

A.________ Beschwerdeführerin

gegen

Ausgleichskasse des Kantons Bern Abteilung Leistungen, Chutzenstrasse 10, 3007 Bern Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 3. März 2015 Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Juli 2015, EL/15/294, Seite 2

Der Einzelrichter zieht in Erwägung:

1. Mit drei Verfügungen vom 30. Januar 2015 sprach die Ausgleichskasse des Kantons Bern A.________ ab September 2014 Ergänzungsleistungen in unterschiedlicher Höhe zu; ab Januar 2015 wurden dabei Fr.

200.-- direkt an den Krankenpflegeversicherer ausbezahlt (Akten der Ausgleichskasse [act. II] 40 ff.). Mit Einsprache machte die Beschwerdeführerin geltend, sie habe einerseits Prämienverbilligungen in Höhe von Fr. 200.-- zu Gute und andererseits seien ab Januar 2015 Fr. 200.-- Ergänzungsleistungen direkt an ihre Krankenkasse zu bezahlen; ihr Krankenversicherer habe aber nur die Fr. 200.-- Prämienverbilligungen erhalten (act. II 50). Mit Einspracheentscheid vom 3. März 2015 wies die Verwaltung die Einsprache ab, soweit sie darauf eintrat; die Ergänzungsleistungen seien überwiesen worden, für die Prämienverbilligungen sei das Amt für Sozialversicherungen zuständig (act. II 51).

2. Mit Beschwerde vom 25. März 2015 gelangt A.________ an das Verwaltungsgericht; sie macht sinngemäss geltend, ihr Krankenversicherer habe nur Fr. 200.--, nämlich die Prämienverbilligungen, erhalten, nicht jedoch die ihr weiter zustehenden Fr. 200.-- Ergänzungsleistungen, die direkt ausbezahlt werden sollten. Mit Beschwerdeantwort vom 6. Mai 2015 beantragt die Verwaltung Abweisung der Beschwerde.

3. Auf Aufforderungen des Instruktionsrichters vom 18. Mai und 23. Juni 2015 hin machte die Ausgleichskasse weitere Ausführungen zur Überweisung der Ergänzungsleistungen direkt an den Krankenpflegeversicherer (Eingaben vom 18. Juni und 16. Juli 2015), während die Beschwerdeführerin der Aufforderung des Instruktionsrichters zur Einreichung der aktuellen Rechnungen der Krankenkassenprämien nicht nachkam.

4. Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversicherungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 (ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Ge- Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Juli 2015, EL/15/294, Seite 3

setzes über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide.

5. Der Beschwerdeführerin sind mit Verfügungen vom 30. Januar 2015 Ergänzungsleistungen zugesprochen worden, wobei vom Gesamtbetrag der Leistungen ab Januar 2015 monatlich Fr. 200.-- jeweils direkt an den Krankenpflegeversicherer ausgerichtet werden (act. II 40 ff.), wie dies Art. 21a des Bundesgesetzes über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenenund Invalidenversicherung vom 19. März 1965 (ELG; SR 831.30) vorsieht. Im Instruktionsverfahren hat sich gezeigt, dass die Ausgleichskasse diesen Betrag ab Januar 2015 überwiesen hat (Eingaben vom 18. Juni und 16. Juli 2015); wegen des dabei notwendigen Vorgehens über die bereits bestehende Infrastruktur des Kantons Bern erscheint auf der Prämienabrechnung der Krankenpflegeversicherungen jedoch der Hinweis „kantonale Prämienverbilligung“, nicht „Direktauszahlung EL“ (Eingabe der Ausgleichskasse vom 18. Juni 2015, S. 2 Ziff. 2 f.), was nichts daran ändert, dass die Auszahlung der Ergänzungsleistungen erstellt ist. In der Folge ist nachgewiesen, dass die Beschwerdeführerin sämtliche ihr zustehenden Leistungen erhalten hat. Damit aber ist die Beschwerdeführerin durch den angefochtenen Einspracheentscheid nicht berührt und sie hat auch kein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie nicht zur Beschwerde berechtigt (Art. 59 ATSG; vgl. auch BGE 133 V 188 E. 4.3.1

S. 191 f.) und deshalb auf die Beschwerde nicht einzutreten ist.

6. Für die Prämienverbilligungen ist das Amt für Sozialversicherungen zuständig; es steht der Beschwerdeführerin frei, sich an diese Instanz zu wenden, damit sie die ihr gemäss Verfügung dieser Institution vom

4. Dezember 2014 zustehenden Prämienverbilligungen (act. II 48) auch erhält resp. diese direkt ihrem Krankenpflegeversicherer ausbezahlt werden.

7. Das Verfahren ist kostenlos; Parteientschädigungen werden nicht zugesprochen. Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Juli 2015, EL/15/294, Seite 4

8. Für diesen Entscheid ist der Einzelrichter zuständig (Art. 57 Abs. 1 GSOG).

Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch Parteientschädigungen zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):

- A.________

- Ausgleichskasse des Kantons Bern, Abteilung Leistungen

- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begründung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.