Suspensive effect of revision in asylum expulsion: disproportionate disadvantage from immediate execution of deportation
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Administrative Court granted the application for the award of suspensive effect to an extraordinary revision, finding that the applicant had demonstrated a disproportionate disadvantage under § 30 para. 2 VwGG. The dispute concerned the Federal Administrative Court’s prior decision to deny the asylum seeker’s application for reinstatement of the time limit for filing a complaint against an immigration office order, which had also dismissed the appeal as inadmissible. In her revision, the applicant argued that immediate expulsion to the country of origin would result in specific asylum-relevant persecution, and that no compelling public interests opposed the suspension of enforcement. The court determined that the threat of immediate execution of the expulsion, should suspensive effect not be granted, satisfied the statutory requirement for disproportionate disadvantage, thereby justifying the grant of the requested relief.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 30 Abs. 2 VwGG; § 30 Abs. 2 VwGG: An application for suspension of execution is granted if the applicant demonstrates an unreasonable disadvantage resulting from immediate enforcement, and no compelling public interest opposes the suspension.
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KI-generiertLegal basis cited in the operative order for granting the application for the award of suspensive effect to the revision.
Volltext
Gemäß § 30 Abs. 2 VwGG wird dem Antrag stattgegeben.
1 Mit dem angefochtenen Erkenntnis wies das Bundesverwaltungsgericht (BVwG) - im Beschwerdeverfahren - den Antrag der Revisionswerberin auf Wiedereinsetzung in den vorigen Stand in die Beschwerdefrist gegen den in ihrer Asylangelegenheit ergangenen Bescheid des Bundesamtes für Fremdenwesen und Asyl ab und erklärte die Revision für nicht zulässig.
2 Gegen dieses Erkenntnis richtet sich die vorliegende außerordentliche Revision, mit der der gegenständliche Antrag auf Zuerkennung der aufschiebenden Wirkung verbunden ist.
3 Begründend führt die Revisionswerberin darin aus, dass ihr im Falle einer Abschiebung in den Herkunftsstaat eine näher umschriebene asylrelevante Verfolgung drohe. Zwingende öffentliche Interessen stünden der Zuerkennung der aufschiebenden Wirkung nicht entgegen.
4 Mit diesem Vorbringen, zu dem sich das Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl innerhalb der gesetzten Frist nicht geäußert hat, hat die Revisionswerberin einen unverhältnismäßigen Nachteil im Sinne des § 30 Abs. 2 VwGG dargelegt, die mit dem sofortigen Vollzug ihrer Abschiebung (eine Rechtswirkung, die bei Nichtzuerkennung der aufschiebenden Wirkung möglich ist) verbunden wäre.
5 Dem Antrag war daher stattzugeben (vgl. zum Ganzen etwa VwGH 20.4.2017, Ra 2017/19/0113).
Wien, am 18. September 2018