Admissibility of a delay complaint where the statutory prerequisite of a pending appointment proposal to the head of state is absent
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Administrative Court (VwGH) dismissed the complaint as inadmissible, upholding the implicit stance of the authority against the appellant’s claim. The dispute concerned an alleged procedural delay (default) by the authority to appoint the appellant to a specific civil service position following the VwGH’s earlier revocation of two related appointment decisions in December 2012. The court held that the prerequisites for filing a complaint for delay were not met because the constitutional requirement for the President’s decree was absent; specifically, no new nomination proposal had been submitted to the President, and the complaint did not target the submission of such a proposal. The decision relied on Article 132 of the Federal Constitutional Law (B-VG), which limits the enforcement of a duty to decide to cases where an administrative authority is explicitly required to issue a decision, and § 34 Para 1 of the Administrative Court Act (VwGG) for dismissing complaints lacking the prerequisite for their valid filing.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 132 B-VG, § 34 Abs. 1 VwGG; Admissibility of a delay complaint where the statutory prerequisite of a pending appointment proposal to the head of state is absent: The dispute concerned an alleged procedural delay (default) by the authority to appoint the appellant to a specific civil service position following the VwGH’s earlier revocation of two related appointment decisions in December 2012. The court held that the prerequisites for filing a complaint for delay were not met because the constitutional requirement for the President’s decree was absent; specifically, no new nomination proposal had been submitted to the President, and the complaint did not target the submission of such a proposal. The decision relied on Article 132 of the Federal Constitutional Law (B-VG), which limits the enforcement of a duty to decide to cases where an administrative authority is explicitly required to issue a decision, and § 34 Para 1 of the Administrative Court Act (VwGG) for dismissing complaints lacking the prerequisite for their valid filing.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertProcedural basis cited in the dispositive for dismissing the complaint due to the lack of entitlement to file.
Volltext
Die Beschwerde wird zurückgewiesen.
Zur Vorgeschichte wird insbesondere auf deren Darstellung im hg. Erkenntnis vom 1. März 2012, Zlen. 2011/12/0128, 0138, mit der Maßgabe verwiesen, dass es sich bei der dort Zweitmitbeteiligten um die Beschwerdeführerin dieses Verfahrens handelt. Hingewiesen wird weiters auf das hg. Erkenntnis vom gleichen Tage, Zlen. 2011/12/0118, 0119 und 0121, welches Beschwerden und einen Wiedereinsetzungsantrag der nunmehrigen Beschwerdeführerin betraf.
Mit dem erstgenannten Erkenntnis wurde ein (Intimations)Bescheid der belangten Behörde vom 22. Dezember 2010 betreffend die Ernennung des im erstzitierten Verfahren Erstmitbeteiligten auf die in Rede stehende Planstelle wegen Rechtswidrigkeit seines Inhaltes aufgehoben.
Mit dem oben zweitgenannten Erkenntnis wurde u.a. ein Bescheid der belangten Behörde vom 22. Dezember 2010, mit welchem die Ernennung der nunmehrigen Beschwerdeführerin "abgelehnt" wurde, wegen Rechtswidrigkeit seines Inhaltes aufgehoben.
Mit der vorliegenden Beschwerde macht die Beschwerdeführerin eine behauptete Verletzung der Entscheidungspflicht durch die belangte Behörde geltend, wobei sie vorbringt, diese sei nach Zustellung der zitierten aufhebenden Erkenntnisse des Verwaltungsgerichtshofes durch mehr als sechs Monate säumig geblieben.
Die Beschwerde ist unzulässig:
Vorliegendenfalls hätte eine (neuerliche) Ernennung eines Bewerbers auf die in Rede stehende Planstelle durch einen auf einer Entschließung des Bundespräsidenten beruhenden Intimationsbescheid der belangten Behörde zu erfolgen. Aus den Beschwerdebehauptungen ergibt sich nicht, dass dem Bundespräsidenten ein neuer Besetzungsvorschlag für die gegenständliche Planstelle unterbreitet worden wäre. Da somit die verfassungsgesetzlich notwendige Voraussetzung für ein Tätigwerden des Bundespräsidenten fehlt, liegt schon deshalb keine - von der belangten Behörde zu vertretende - Säumnis des Bundespräsidenten vor. Schließlich ist auch darauf hinzuweisen, dass die vorliegende Säumnisbeschwerde nicht auf die (neuerliche) Erstattung eines die Ernennung betreffenden Vorschlages an den Bundespräsidenten abzielt und Art. 132 B-VG die Durchsetzung einer Entscheidungspflicht überdies nur dann vorsieht, wenn eine Verwaltungsbehörde einen Bescheid zu erlassen hat (vgl. hiezu die hg. Beschlüsse vom 22. April 2009, Zl. 2009/12/0064, sowie vom 25. August 2010, Zl. 2010/12/0101, auf deren Begründung gemäß § 43 Abs. 2 und 9 VwGG verwiesen wird; vgl. insofern auch die Eventualbegründung in dem die Beschwerdeführerin betreffenden hg. Beschluss vom 29. Februar 2008, Zl. 2007/12/0196).
Die Voraussetzungen für die Erhebung einer Säumnisbeschwerde liegen daher nicht vor. Diese war daher mangels Berechtigung zu ihrer Erhebung gemäß § 34 Abs. 1 VwGG zurückzuweisen.
Wien, am 14. November 2012