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2012/11/0134 ECLI:AT:VWGH:2014:2012110134.X00 KI-generiert

Mootness of social medical examination summons due to applicant's voluntary compliance with medical inspection

Geschäftsnummer 2012/11/0134
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Österreich (AT)
Entscheiddatum
Ausgang struck_off
Kostenauflage keine Kosten erhoben

Legislator-Zusammenfassung

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The Administrative Court (VwGH) declared the appeal moot and discontinued the proceedings without awarding litigation costs, resulting in no substantive ruling on the merits of the complaint. The dispute concerned a challenge to a summons issued under the Social Medical Act (SMG) ordering the appellant to appear for a medical examination at a specified date. The court determined that the administrative act was effectively nullified because the appellant had already complied with the summons and undergone the required medical examination, meaning the threatened coercive measure could no longer be applied. Relying on the doctrine of subsequent material mootness (materielle Klaglosstellung), the court applied § 33 Abs. 1 VwGG by analogy to declare the case moot and discontinued the proceedings pursuant to § 58 Abs. 2 VwGH, finding that a decision on costs would constitute a disproportionate burden.

Legislator-Regeste

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§ 33 Abs. 1 VwGG; § 58 Abs. 2 VwGG: A complaint is declared moot and proceedings terminated if the underlying matter is resolved by the party's conduct prior to the complaint's filing, and no cost compensation is awarded if the proceedings would cause disproportionate effort.

Schlagwörter

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mootness procedural termination compliance with summons no further consequences cost compensation administrative procedure VwGG

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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§ 33 Abs. 1 VwGG
Basis for declaring the appeal moot (gegenstandslos geworden) due to subsequent material mootness.
§ 58 Abs. 2 VwGG
§ 58 Abs. 2 zweiter Satz VwGG
Provision used to rule on the award of costs (Aufwandersatz), determining that no compensation is granted.

Zitierte Rechtsprechung

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Beschluss vom 29. März 2011, Zl. 2009/11/0171
Beschluss vom 29. März 2011, Zl. 2009/11/0171, mwN).

Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 33 Abs. 1 VwGG

Basis for declaring the appeal moot (gegenstandslos geworden) due to subsequent material mootness.

§ 58 Abs. 2 zweiter Satz VwGG

Provision used to rule on the award of costs (Aufwandersatz), determining that no compensation is granted.

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Volltext

Die Beschwerde wird als gegenstandslos geworden erklärt und das Verfahren eingestellt.

Ein Zuspruch von Aufwandersatz findet nicht statt.

Mit dem angefochtenen Ladungsbescheid (nur dieser Teil des Bescheides vom 28. Juni 2012 ist von der Beschwerde erfasst) wurde der Beschwerdeführer in einer Angelegenheit nach dem SMG hinsichtlich eines näher genannten Zeitpunktes vor die belangte Behörde geladen.

Aus der Aktenlage ergibt sich, dass der Beschwerdeführer dieser Ladung Folge geleistet und sich zum genannten Ladungstermin bei der belangten Behörde der amtsärztlichen Untersuchung unterzogen hat. Angesichts dessen können aus dem angefochtenen Ladungsbescheid keine Folgen - wie etwa die Anwendung des angedrohten Zwangsmittels - mehr abgeleitet werden (vgl. dazu den hg. Beschluss vom 29. März 2011, Zl. 2009/11/0171, mwN).

Die Beschwerde war somit wegen nachträglicher materieller Klaglosstellung in sinngemäßer Anwendung des § 33 Abs. 1 VwGG als gegenstandslos geworden zu erklären und das Verfahren einzustellen.

In Hinblick darauf, dass die Entscheidung über die Kosten einen unverhältnismäßigen Aufwand erfordern würde, hat der Verwaltungsgerichtshof gemäß § 58 Abs. 2 zweiter Satz VwGG nach freier Überzeugung entschieden, dass kein Aufwandersatz zugesprochen wird.

Wien, am 6. März 2014