ASVG penalty fine: sufficiency of generic claims regarding cross-statutory consequences for granting suspensive effect under § 30 VwGG
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Administrative Court (VwGH) denied the applicant's request to grant suspensive effect to the appealed administrative penalty order, ruling that the applicant had not demonstrated a disproportionate disadvantage. The dispute concerned a monetary fine of EUR 730 imposed for a violation of the General Social Security Act (ASVG), where the applicant sought to stay enforcement pending appeal. Under § 30 para. 2 VwGG, the court required a concrete substantiation of the alleged disadvantage resulting from the execution of the order, specifically mandating detailed proof of specific legal consequences under other statutes. The court held that the applicant's generic claim that violations under the Foreigners Act lead to consequences under other material laws was insufficient, particularly since the challenged order was based on the ASVG rather than the Foreigners Act, and no specific adverse effects were detailed to satisfy the requirement for a disproportionate disadvantage.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 30 Abs 2 VwGG; ASVG penalty fine: sufficiency of generic claims regarding cross-statutory consequences for granting suspensive effect under § 30 VwGG: The dispute concerned a monetary fine of EUR 730 imposed for a violation of the General Social Security Act (ASVG), where the applicant sought to stay enforcement pending appeal. Under § 30 para. 2 VwGG, the court required a concrete substantiation of the alleged disadvantage resulting from the execution of the order, specifically mandating detailed proof of specific legal consequences under other statutes. The court held that the applicant's generic claim that violations under the Foreigners Act lead to consequences under other material laws was insufficient, particularly since the challenged order was based on the ASVG rather than the Foreigners Act, and no specific adverse effects were detailed to satisfy the requirement for a disproportionate disadvantage.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertProvision cited in the operative part of the decision as the legal basis for the court's order denying the application for suspensive effect.
Volltext
Gemäß § 30 Abs 2 VwGG wird dem Antrag nicht stattgegeben.
Gemäß § 30 Abs 2 VwGG hat der Verwaltungsgerichtshof auf Antrag des Beschwerdeführers die aufschiebende Wirkung mit Beschluss zuzuerkennen, insoweit dem zwingende öffentliche Interessen nicht entgegenstehen und nach Abwägung aller berührten Interessen mit dem Vollzug des Bescheides für den Beschwerdeführer ein unverhältnismäßiger Nachteil verbunden wäre.
Um die vom Gesetzgeber geforderte Interessenabwägung vornehmen zu können, ist nach ständiger Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofes (vgl ua den hg Beschluss eines verstärkten Senates vom 25. Februar 1981, Slg Nr 10.381/A) erforderlich, dass der Beschwerdeführer schon in seinem Antrag auf Zuerkennung der aufschiebenden Wirkung konkret darlegt, aus welchen tatsächlichen Umständen sich der von ihm behauptete unverhältnismäßige Nachteil ergibt, es sei denn, dass sich nach Lage des Falles die Voraussetzungen für die Zuerkennung der aufschiebenden Wirkung ohne weiteres erkennen lassen.
Mit dem angefochtenen Bescheid wurde der Beschwerdeführer einer Übertretung des ASVG für schuldig erkannt und es wurde über ihn eine Geldstrafe in der Höhe von EUR 730,-- verhängt.
In seinem Antrag, der Beschwerde aufschiebende Wirkung zuzuerkennen, behauptet der Beschwerdeführer, durch den Vollzug des angefochtenen Bescheides entstehe ihm ein unverhältnismäßiger Nachteil, der "wie folgt umfassend konkretisiert wird:
Verurteilungen nach dem AuslBG führen zu Rechtsfolgen nach anderen Materiengesetzen."
Abgesehen davon, dass sich die Beschwerde gegen einen Bescheid richtet, mit dem der Beschwerdeführer einer Übertretung des ASVG (nicht des AuslBG) für schuldig erkannt wurde, wird mit der bloßen Behauptung von "Rechtsfolgen nach anderen Materiengesetzen" - ohne detaillierte Darlegung, welche bestimmten Rechtsfolgen konkret den Beschwerdeführer als Folge des hier bekämpften Bescheides treffen - kein den Beschwerdeführer treffender unverhältnismäßiger Nachteil aufgezeigt, sodass dem Antrag auf Zuerkennung der aufschiebenden Wirkung nicht stattzugeben war.
Wien, am 2. Jänner 2013