Suspensive effect of administrative fine: failure to concretely demonstrate disproportionate financial disadvantage under § 30 Abs. 2 VwGG
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Administrative Court (VwGH) denied the applicant’s request for an order suspending the execution of the contested administrative act, thereby allowing the immediate collection of a EUR 365 administrative fine to proceed. The dispute concerned an application under § 30 Abs. 2 VwGG for the grant of suspensive effect against a penalty order, where the applicant argued that immediate enforcement would cause a massive disadvantage to his personal and economic interests due to his lack of guilt. The court held that a mere financial disadvantage that could be offset upon success in litigation does not constitute a disproportionate disadvantage unless special circumstances are present; here, the applicant failed to meet the specific requirement of concretely detailing the factual circumstances underlying the claimed disproportionate harm, relying solely on general assertions, which necessitated the denial of the request for suspensive effect.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 30 Abs. 2 VwGG; Suspensive effect of administrative fine: failure to concretely demonstrate disproportionate financial disadvantage under § 30 Abs. 2 VwGG: The dispute concerned an application under § 30 Abs. 2 VwGG for the grant of suspensive effect against a penalty order, where the applicant argued that immediate enforcement would cause a massive disadvantage to his personal and economic interests due to his lack of guilt. The court held that a mere financial disadvantage that could be offset upon success in litigation does not constitute a disproportionate disadvantage unless special circumstances are present; here, the applicant failed to meet the specific requirement of concretely detailing the factual circumstances underlying the claimed disproportionate harm, relying solely on general assertions, which necessitated the denial of the request for suspensive effect.
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KI-generiertThis provision is explicitly cited in the operative part of the decision as the legal basis for denying the application for suspensive effect (Aufschiebungs Wirkung) because the applicant failed to demonstrate a disproportionate disadvantage.
Volltext
Gemäß § 30 Abs. 2 VwGG wird dem Antrag nicht stattgegeben.
Gemäß § 30 Abs. 2 VwGG hat der Verwaltungsgerichtshof auf Antrag des Beschwerdeführers die aufschiebende Wirkung mit Beschluss zuzuerkennen, insoweit dem zwingende öffentliche Interessen nicht entgegenstehen und nach Abwägung aller berührten Interessen mit dem Vollzug des Bescheides für den Beschwerdeführer ein unverhältnismäßiger Nachteil verbunden wäre.
Um die vom Gesetzgeber geforderte Interessenabwägung vornehmen zu können, ist nach ständiger Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofes (vgl. u.a. den hg. Beschluss eines verstärkten Senates vom 25. Februar 1981, Slg. Nr. 10.381/A) erforderlich, dass der Beschwerdeführer schon in seinem Antrag auf Zuerkennung der aufschiebenden Wirkung konkret darlegt, aus welchen tatsächlichen Umständen sich der von ihm behauptete unverhältnismäßige Nachteil ergibt, es sei denn, dass sich nach Lage des Falles die Voraussetzungen für die Zuerkennung der aufschiebenden Wirkung ohne weiteres erkennen lassen.
Der Vollzug des Bescheides an sich ist noch kein Nachteil im Sinne des § 30 Abs. 2 VwGG, sofern dadurch nicht der Rechtsschutz der Partei dauernd wesentlich beeinträchtigt wird. Ein bloßer Vermögensnachteil, der im Falle des Obsiegens vor dem Verwaltungsgerichtshof im Wesentlichen wieder ausgeglichen werden kann, muss daher für sich allein genommen noch kein unverhältnismäßiger Nachteil im Sinne des § 30 Abs. 2 VwGG sein, sofern nicht besondere Umstände hinzutreten.
Solche besonderen Umstände macht der Beschwerdeführer nicht geltend. Sein Vorbringen beschränkt sich auf die Behauptung, die Einhebung des Strafbetrages (in der Höhe von EUR 365,--) würde seine "persönlichen privaten und auch wirtschaftlichen Interessen" massiv beeinträchtigen, weil er sich an der Bestrafung völlig schuldlos fühle.
Der Beschwerdeführer hat damit dem ihn treffenden Konkretisierungsgebot nicht entsprochen, sodass dem Antrag, der Beschwerde aufschiebende Wirkung zuzuerkennen, nicht stattzugeben war.
Wien, am 5. Juni 2012