Stay of enforcement for retroactive local tax assessment requires substantiation of disproportionate financial disadvantage
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Administrative Court denied the applicant’s request for a stay of enforcement, thereby upholding the lower authority’s decision to deny the application. The dispute concerned the retroactive assessment of a special local tax (Ortstaxe) for a three-year period under the Salzburg Local Tax Act, which the applicant challenged via a complaint against the rejection of his appeal. Under § 30 para. 2 of the Administrative Court Act (VwGG), a stay is granted only if the enforcement of the contested decision would cause a disproportionate disadvantage to the applicant that outweighs mandatory public interests. The court held that the applicant failed to substantiate a disproportionate disadvantage, as he did not provide credible, specific, and preferably numerical details regarding his income, assets, and debts, rendering the request insufficient to justify suspending the mandatory collection of the tax debt.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 30 Abs. 2 VwGG; Stay of enforcement for retroactive local tax assessment requires substantiation of disproportionate financial disadvantage: The dispute concerned the retroactive assessment of a special local tax (Ortstaxe) for a three-year period under the Salzburg Local Tax Act, which the applicant challenged via a complaint against the rejection of his appeal. Under § 30 para. 2 of the Administrative Court Act (VwGG), a stay is granted only if the enforcement of the contested decision would cause a disproportionate disadvantage to the applicant that outweighs mandatory public interests. The court held that the applicant failed to substantiate a disproportionate disadvantage, as he did not provide credible, specific, and preferably numerical details regarding his income, assets, and debts, rendering the request insufficient to justify suspending the mandatory collection of the tax debt.
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KI-generiertProcedural basis cited in the operative order for denying the request to grant suspensive effect to the complaint.
Volltext
Gemäß § 30 Abs. 2 VwGG wird dem Antrag nicht stattgegeben.
1. Der Antragsteller bekämpft mit der zur hg. Zl. 2008/17/0238 protokollierten Beschwerde die Abweisung seiner Berufung gegen die Vorschreibung einer besonderen Ortstaxe nach dem Sbg. Ortstaxengesetz für drei Jahre.
2. Mit der Beschwerde ist der Antrag verbunden, der Beschwerde aufschiebende Wirkung zuzuerkennen. Begründet wird dieser Antrag unter Hinweis darauf, dass die Abgabe für drei Jahre rückwirkend vorgeschrieben worden sei damit, dass der Zuerkennung der aufschiebenden Wirkung keine zwingenden öffentlichen Interessen entgegenstünden. Dem Antragsteller entstehe jedoch durch die Vorschreibung für drei Jahre ein Nachteil.
3. Gemäß § 30 Abs. 2 VwGG hat der Verwaltungsgerichtshof auf Antrag des Beschwerdeführers die aufschiebende Wirkung mit Beschluss zuzuerkennen, insoweit dem nicht zwingende öffentliche Interessen entgegenstehen und nach Abwägung aller berührten Interessen mit dem Vollzug des angefochtenen Bescheides ein unverhältnismäßiger Nachteil verbunden wäre. Der Antragsteller hat in seinem Antrag zu konkretisieren, worin für ihn der unverhältnismäßige Nachteil gelegen wäre (vgl. den Beschluss eines verstärkten Senates vom 25. Februar 1981, Slg. 10.381 A/1981).
Wie der Verwaltungsgerichtshof in dem eben zitierten Beschluss ausgesprochen hat, wird er nur durch die glaubhafte Dartuung konkreter - tunlichst ziffernmäßiger - Angaben über die Einkunfts- und Vermögensverhältnisse des Antragstellers (unter Einschluss seiner Schulden, jeweils nach Art und Ausmaß) überhaupt in die Lage versetzt zu beurteilen, ob der Vollzug des angefochtenen Bescheides, das heißt die zwangsweise Einbringung der auferlegten Geldleistung, für den Antragsteller einen angesichts des glaubhaft gemachten Sachverhalts unverhältnismäßigen Nachteil mit sich brächte (vgl. z.B. den hg.
Beschluss vom 11. März 1996, Zl. AW 95/17/0071, oder vom 27. Juni 1996, Zl. AW 96/17/0028). Auf Grund der Angaben im Antrag ist ein derartiger unverhältnismäßiger Nachteil nicht ersichtlich.
4. Aus diesen Erwägungen war dem Antrag auf Zuerkennung der aufschiebenden Wirkung gemäß § 30 Abs. 2 VwGG nicht stattzugeben.
Wien, am 12. Dezember 2008