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2000/20/0554 ECLI:AT:VWGH:2002:2000200554.X00 KI-generiert

Mootness of appeal against inadmissible asylum denial due to automatic legal effect of impossible readmission

Geschäftsnummer 2000/20/0554
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Österreich (AT)
Entscheiddatum
Ausgang struck_off
Kostenauflage keine Kosten erhoben

Legislator-Zusammenfassung

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The Administrative Court dismissed the appeal as moot and ordered the proceedings discontinued, finding no entitlement to cost reimbursement. The case involved a Russian national challenging the denial of her asylum application and the subsequent rejection of her appeal, which had been based on the inadmissibility of her claim under the first limb of the Asylgesetz due to the availability of protection in the Czech Republic. The dispute rendered moot when the competent authority notified the Federal Asylum Office that a readmission order against the applicant to a safe third state was not feasible. Relying on § 4 para. 5 of the Asylgesetz, the court held that the original denial became automatically ineffective upon receipt of the notification under § 57 para. 7 of the Foreigners Act; because the decision was not formally rescinded by an administrative act, the appeal was declared void of purpose under § 33 para. 1 of the VwGG, rather than being dismissed on the merits, and costs were denied pursuant to § 58 VwGG.

Legislator-Regeste

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§ 4 Abs. 5 AsylG; § 57 Abs. 7 FremdG: If a foreigner whose asylum application was rejected under § 4 Abs. 1 AsylG cannot be returned to a safe third country, the rejection order expires upon receipt of the return impossibility notice, making any subsequent appeal moot.

Schlagwörter

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asylum appeal moot safe third country return impossibility Foreigners Act automatic expiration procedural termination Czech Republic

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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§ 4 Abs. 1 AsylG
Oktober 1999 hat das Bundesasylamt diesen Asylantrag gemäß § 4 Abs. 1 Asylgesetz als unzulässig zurückgewiesen, da die Beschwerdeführerin die Möglichkeit gehabt hätte, Schutz im Sinne des § 4 Abs.
§ 4 Abs. 5 AsylG
1 Asylgesetz als unzulässig zurückgewiesen wurde, nicht in einen sicheren Drittstaat zurückgewiesen, zurückgeschoben oder abgeschoben werden, so tritt gemäß § 4 Abs. 5 Asylgesetz der Bescheid, mit dem der Asylantrag zurückgewiesen wurde, mit dem Zeitpunkt des Einlangens der Mitteilung nach § 57 Abs.
§ 57 Abs. 7 FremdG
§ 33 Abs. 1 VwGG
Procedural basis cited for the dismissal of the proceedings because the appeal became void.
§ 58 VwGG
Basis cited for the decision that no reimbursement of costs would be awarded.

Zitierte Rechtsprechung

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Beschluss vom 22. Dezember 1999, Zl. 99/01/0144
Beschluss vom 22. Dezember 1999, Zl. 99/01/0144).

Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 33 Abs. 1 VwGG

Procedural basis cited for the dismissal of the proceedings because the appeal became void.

§ 58 VwGG

Basis cited for the decision that no reimbursement of costs would be awarded.

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Volltext

Die Beschwerde wird als gegenstandslos geworden erklärt, und das Verfahren wird eingestellt.

Ein Kostenersatz findet nicht statt.

Die Beschwerdeführerin, eine Staatsangehörige von Russland, ist am 20. August 1999 in das Bundesgebiet eingereist und hat am 23. August 1999 einen Asylantrag gestellt.

Mit Bescheid vom 27. Oktober 1999 hat das Bundesasylamt diesen Asylantrag gemäß § 4 Abs. 1 Asylgesetz als unzulässig zurückgewiesen, da die Beschwerdeführerin die Möglichkeit gehabt hätte, Schutz im Sinne des § 4 Abs. 1 Asylgesetz in der Tschechischen Republik zu finden.

Mit dem in Beschwerde gezogenen Bescheid hat die belangte Behörde die Berufung der Beschwerdeführerin gegen den Bescheid des Bundesasylamtes abgewiesen.

Mit Schreiben vom 24. April 2002 teilte die Bundespolizeidirektion Wien dem Bundesasylamt gemäß § 57 Abs. 7 Fremdengesetz mit, dass eine Zurückschiebung der Beschwerdeführerin nicht möglich sei. Diese Mitteilung hat das Bundesasylamt der belangten Behörde weitergeleitet.

Können Fremde, deren Asylantrag nach § 4 Abs. 1 Asylgesetz als unzulässig zurückgewiesen wurde, nicht in einen sicheren Drittstaat zurückgewiesen, zurückgeschoben oder abgeschoben werden, so tritt gemäß § 4 Abs. 5 Asylgesetz der Bescheid, mit dem der Asylantrag zurückgewiesen wurde, mit dem Zeitpunkt des Einlangens der Mitteilung nach § 57 Abs. 7 Fremdengesetz außer Kraft.

Der angefochtene Bescheid ist somit außer Kraft getreten. Da er nicht durch einen formellen Akt der Behörde beseitigt worden ist, liegt kein Fall der Klaglosstellung, sondern ein Fall der Gegenstandslosigkeit der Beschwerde vor (vgl. den hg. Beschluss vom 22. Dezember 1999, Zl. 99/01/0144). Das Verfahren über die somit gegenstandslos gewordene Beschwerde war gemäß § 33 Abs. 1 VwGG einzustellen.

Ein Zuspruch von Kostenersatz konnte im vorliegenden Fall gemäß § 58 VwGG unterbleiben.

Wien, am 20. Juni 2002