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1071/78 ECLI:AT:VWGH:1979:1978001071.X00 KI-generiert

Validity of proxy power for administrative appeal and service defects in private hunting ground declaration

Geschäftsnummer 1071/78
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Österreich (AT)
Entscheiddatum
Ausgang Gutgeheissen (Allowed)
Kostenauflage zulasten Vorinstanz / Staat

Legislator-Zusammenfassung

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The Administrative Court (VwGH) annulled the contested district office decree for substantive illegality, ordering the respondent to cover legal costs, thereby favoring the appellant. The dispute concerned a declaration under the Tyrol Hunting Act establishing a specific area of approximately 832 hectares as a private hunting ground, with the appellant challenging the procedural validity of the administrative act. The decisive legal issue was a defect in service and representation: the decree was served via substitute delivery to an unauthorized family member, and the subsequent appeal filed by the community's chairman was invalid because the specific proxy power granted to the community's supervisor did not explicitly extend to the chairman acting on the community's behalf.

Legislator-Regeste

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§ 4 Abs. 2 Tiroler Jagdgesetz 1969; § 5 Abs. 4 Tiroler Jagdgesetz 1969: An administrative designation of land as a private hunting area is void if the statutory appeal notice is not legally served upon the competent representative of the affected community.

Schlagwörter

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hunting area designation administrative appeal service minor representation capacity procedural defect annulment Tirol hunting law

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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§ 4 Abs. 2 Tiroler Jagdgesetz 1969
§ 5 Abs. 4 Tiroler Jagdgesetz 1969

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Volltext

Der angefochtene Bescheid wird wegen Rechtswidrigkeit seines Inhaltes aufgehoben.

Das Land Tirol hat dem Beschwerdeführer Aufwendungen in der Höhe von S 3.460,-- binnen zwei Wochen bei sonstiger Exekution zu ersetzen.

Die Bezirkshauptmannschaft Schwaz stellte mit Bescheid vom 24. Jänner 1977 auf Antrag der "Agrargemeinschaft A" gemäß § 4 Abs. 2 des Tiroler Jagdgesetzes 1969, LGBl. Nr. 19, (JG), im Zusammenhang mit § 5 Abs. 4 leg. cit. mit Wirksamkeit ab 1. April 1979 fest, daß der Grundbesitz der Waldinteressentschaft,

bestehend aus ..... 2.) den zusammenhängenden Grundparzellen

190/1, 190/2, 867/1, 867/2, 1201, 1228/1, 1228/4 und 1269 KG. X, im Gesamtausmaß von ca. 832 ha ein Eigenjagdgebiet (EJ. S) darstelle. Der Spruch dieses Bescheides enthält ferner die folgenden beiden Sätze: "Der Grundbesitzbogen und der Mappenplan vom 13. 8. 1973 des Vermessungsamtes Schwaz bilden einen wesentlichen Bestandteil dieses Bescheides. Hinsichtlich der Grenze zur Agrargemeinschaft B-alpe wird jedoch festgestellt, daß diese durch jene Grenzlinie, die durch die Steine VIII-XXV in der Natur vermarkt wurde, gebildet wird."

Der Bescheid wurde an die "Agrargemeinschaft A", z. Hd. des Obmannes MS adressiert und laut Rückschein am 26. Jänner 1977 im Wege der Ersatzzustellung der Tochter des MS, NS, ausgehändigt.

Im Akt der Bezirkshauptmannschaft Schwaz findet sich folgende, vom Obmann der "Agrargemeinsshaft A, MS, unterzeichnete Vollmachtsurkunde:

"Der Ausschuß der Agm. A hat in seiner Ausschußsitzung vom 2. Feber 1977 den Beschluß gefaßt, Herrn Dipl.-Ing. HK, Aufsichtsorgan für die Agrargemeinschaft, zu bevollmächtigen, für die Agrargemeinschaft bei der Bezirkshauptmannschaft Schwaz die Berufung gegen die Eigenjagdfeststellung (EJ. G und EJ. ) nach Bescheid IJ-26/2-73 vom 24. 1. 1977, einzubringen."

Die im Akt der Bezirkshauptmannschaft Schwaz erliegende Berufungsschrift vom 7. Februar 1977 weist folgende Merkmale auf: