Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
E3365/2019 ECLI:AT:VFGH:2020:E3365.2019 KI-generiert

Constitutional complaint dismissed for lack of constitutional question requiring specific constitutional analysis.

Geschäftsnummer E3365/2019
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Österreich (AT)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

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The Constitutional Court rejected the complaint, ruling that no constitutional question required its specific examination. The applicant alleged violations of rights including equality, property, and fair trial, but the Court found these stemmed merely from a potentially grossly incorrect application of ordinary law. Consequently, the Court decided not to treat the complaint under Article 144(2) of the Federal Constitutional Law.

Legislator-Regeste

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Art. 144 Abs. 2 BVG; Art. 2 StGG; Art. 5 StGG; Art. 6 StGG; Art. 6 EMRK; If a complaint merely alleges a grossly incorrect application of ordinary law without requiring specific constitutional analysis, the Constitutional Court may decline to treat it under Art. 144(2) BVG.

Schlagwörter

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Constitutional Court decline to treat ordinary law application constitutional question equality before law property rights fair trial

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Art. 144 Abs. 2 BVG
Art. 2 StGG
Art. 5 StGG
Art. 1 1. ZPEMRK
Art. 6 StGG
Art. 6 EMRK
§ 29 LSD-BG
§ 19 Abs. 3 Z 1 VfGG
§ 31 letzter Satz VfGG
Art6 EMRK
ZPEMRK), auf Erwerbsausübung (Art6 StGG) sowie auf ein faires Verfahren (Art6 EMRK).

Zitierte Rechtsprechung

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VfSlg 14.886/1997

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Volltext

Die Behandlung der Beschwerde wird abgelehnt.

Begründung

Der Verfassungsgerichtshof kann die Behandlung einer Beschwerde ablehnen, wenn von der Entscheidung die Klärung einer verfassungsrechtlichen Frage nicht zu erwarten ist (Art144 Abs2 BVG). Ein solcher Fall liegt vor, wenn zur Beantwortung der maßgebenden Fragen spezifisch verfassungsrechtliche Überlegungen nicht erforderlich sind.

Die Beschwerde rügt die Verletzung in näher bezeichneten verfassungsgesetzlich gewährleisteten Rechten, insbesondere im Recht auf Gleichheit aller Staatsbürger vor dem Gesetz (Art2 StGG, 7 BVG), auf Unversehrtheit des Eigentums (Art5 StGG, Art1 des 1. ZPEMRK), auf Erwerbsausübung (Art6 StGG) sowie auf ein faires Verfahren (Art6 EMRK). Die gerügten Rechtsverletzungen wären im vorliegenden Fall aber nur die Folge einer – allenfalls grob – unrichtigen Anwendung des einfachen Gesetzes. Spezifisch verfassungsrechtliche Überlegungen sind zur Beantwortung der aufgeworfenen Fragen, insbesondere der Frage, ob eine Unterentlohnung vorlag und daher zu Recht eine Strafe gemäß §29 Lohn- und Sozialdumping-Bekämpfungsgesetz – LSD-BG, BGBl I 44/2016, verhängt wurde bzw ob vom Landesverwaltungsgericht Vorarlberg innerstaatliche einfachgesetzliche Normen oder unionsrechtliche Normen anzuwenden waren, nicht anzustellen (vgl VfSlg 14.886/1997).

Demgemäß wurde beschlossen, von einer Behandlung der Beschwerde abzusehen (§19 Abs3 Z1 iVm §31 letzter Satz VfGG).