Mootness of constitutional review against disciplinary initiation after finalization of administrative disciplinary proceeding
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Constitutional Court declared the constitutional complaint moot and terminated the proceedings, effectively upholding the final disciplinary sanction. The complainant, a public servant serving as the head of a federal sports school, had challenged the initial administrative decision launching a disciplinary proceeding against him for service law violations. The dispute became obsolete after the disciplinary commission issued a final and unappealed disciplinary decision imposing a monetary fine on the complainant. Under Article 144 of the Federal Constitutional Law (B-VG) and in analogy to Section 86 of the Constitutional Court Act (VerfGG), the Court held that the finality of the subsequent disciplinary judgment conclusively ended the underlying administrative procedure, thereby removing the original initiating decision as a subject of direct constitutional review and rendering the complaint meaningless.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 144 B-VG; Art. 131 B-VG: A constitutional complaint against a decision to initiate a disciplinary procedure is inadmissible if the procedure concludes with a final penalty that has not been appealed, as the subject matter of the complaint ceases to exist.
Schlagwörter
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KI-generiertCited as the basis for terminating the proceedings and declaring the complaint moot because the subject matter of the complaint ceased to exist.
Volltext
Die Beschwerde wird als gegenstandslos erklärt und das Verfahren eingestellt.
Begründung:
1. Mit dem Bescheid der Disziplinarkommission beim Bundesministerium für Unterricht und Kunst, Senat II, (im folgenden Disziplinarkommission) vom 26. Juni 1979 wurde gegen den Beschwerdeführer, der Leiter der Bundessportschule in H. ist, gemäß §83 Abs1 des Beamten-Dienstrechtsgesetzes - BDG, BGBl. 329/1977, ein Disziplinarverfahren eingeleitet. Maßnahmen gemäß §72 Abs1 und 2 BDG waren mit dem Einleitungsbeschluß nicht verbunden.
Gegen diesen Bescheid, gegen den nach §83 Abs2 BDG kein Rechtsmittel zulässig ist, richtet sich die vom Beschwerdeführer erhobene und auf Art144 B-VG gestützte Beschwerde.
2. Mit einem beim VfGH am 3. November 1980 eingelangten Schriftsatz hat die Disziplinarkommission mitgeteilt, daß über den Beschwerdeführer mit dem Disziplinarerkenntnis vom 14. Oktober 1980 gemäß §92 Abs1 Z2 des Beamten-Dienstrechtsgesetzes 1979 - BDG 1979, BGBl. 333/1979, die Disziplinarstrafe einer Geldbuße in der Höhe von
S 5.500,- verhängt wurde und daß das Disziplinarerkenntnis rechtskräftig ist.
3. Der Beschwerdeführer hat gegen dieses Disziplinarerkenntnis bei den Gerichtshöfen des öffentlichen Rechts weder nach Art144 B-VG noch nach Art131 B-VG Beschwerde erhoben.
Die Beschwerde gegen den das Disziplinarverfahren einleitenden Bescheid vom 26. Juni 1979 war im Zeitpunkt ihrer Erhebung zulässig (vgl. VfSlg. 8686/1979). Mit der Rechtskraft des Disziplinarerkenntnisses ist dieses Disziplinarverfahren abgeschlossen worden; damit kann der dieses Verfahren einleitende Bescheid vom 26. Juni 1979 nicht mehr unmittelbar Gegenstand eines Beschwerdeverfahrens beim VfGH sein. Es ist somit der Beschwerdegegenstand weggefallen, weshalb das Verfahren - analog zu §86 VerfGG - einzustellen war.