Jurisdictional limits of constitutional review over disciplinary judicial decisions and prerequisites for referral to the Administrative Court
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Constitutional Court dismissed the complainant's complaint and rejected the request to transfer the case to the Administrative Court. The dispute concerned a disciplinary judgment by the Supreme Court, acting as a disciplinary court for judges, which had upheld a lower court's dismissal of the complainant's appeal against a disciplinary decision; the complainant, not represented by a lawyer, alleged violations of constitutionally guaranteed rights, requested a review of specific provisions of the Judiciary Act, and applied for transfer to the Administrative Court as an alternative. The Court held that it lacked jurisdiction to review acts of judicial authority under Article 144 of the Federal Constitutional Law or any other legal provision, rendering its lack of jurisdiction manifest; consequently, the complaint was rejected without further proceedings pursuant to Section 19(3)(2)(a) of the Constitutional Court Act, and the transfer request was denied because such a transfer is only permissible following a dismissal on the merits or a refusal to handle the complaint, neither of which occurred here.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 144 Abs. 1 B-VG; Art. 19 Abs. 3 Z. 2 lit. a VerfGG: The Constitutional Court does not have jurisdiction to review acts of the judiciary, and complaints against such acts must be rejected without substantive examination.
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KI-generiertVolltext
Die Beschwerde wird zurückgewiesen.
Der Antrag auf Abtretung der Beschwerde an den Verwaltungsgerichtshof wird abgewiesen.
Begründung:
I. 1. Der nicht durch einen Rechtsanwalt vertretene Einschreiter wendet sich mit seiner auf Art144 Abs1 B-VG gestützten Beschwerde gegen das Erkenntnis des Obersten Gerichtshofes als Disziplinargericht für Richter vom 15. Dezember 1989, Ds 7/89-9, mit dem seiner Berufung gegen das Erkenntnis des Oberlandesgerichtes Wien vom 6. März 1989, Ds 11/87-29, keine Folge gegeben worden ist.
2. Der Einschreiter behauptet, durch das angefochtene Erkenntnis in verfassungsgesetzlich gewährleisteten Rechten verletzt zu sein, regt die Einleitung von Gesetzesprüfungsverfahren hinsichtlich näher bezeichneter Bestimmungen des Richterdienstgesetzes - RDG, BGBl. 305/1961, idgF, an und beantragt hilfsweise die Abtretung der Beschwerde an den Verwaltungsgerichtshof.
3. Als Disziplinargericht für Richter wird der Oberste Gerichtshof im Rahmen der Gerichtsbarkeit tätig (vgl. VfSlg. 7938/1976; VfGH 5. 10. 1989 G70/89).
Weder Art144 B-VG noch eine andere Rechtsvorschrift räumt dem Verfassungsgerichtshof die Befugnis ein, Akte der Gerichtsbarkeit zu überprüfen.
Da die Nichtzuständigkeit des Verfassungsgerichtshofes offenbar ist, war die Beschwerde gemäß §19 Abs3 Z2 lita VerfGG ohne weiteres Verfahren und ohne vorangegangene Verhandlung in nichtöffentlicher Sitzung zurückzuweisen.
4. Der Antrag, die Beschwerde dem Verwaltungsgerichtshof abzutreten, war abzuweisen, weil eine solche Abtretung nur im - hier nicht gegebenen - Fall einer abweisenden Sachentscheidung oder Ablehnung der Behandlung einer Beschwerde durch den Verfassungsgerichtshof in Betracht kommt.