Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
B2422/97 ECLI:AT:VFGH:1997:B2422.1997 KI-generiert

Non-extendability of statutory deadline for submitting statement of assets in legal aid proceedings

Geschäftsnummer B2422/97
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Österreich (AT)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

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The Constitutional Court dismissed the applicant's motions for legal aid and an extension of the deadline to submit a statement of assets, ruling in favor of the state authorities. The case involved a complaint filed by a foreign national against a diplomatic mission's refusal to issue a transit visa (Sichtvermerk). The court held that the statutory deadline for submitting the required statement of assets in legal aid proceedings is not extendable, and therefore rejected the request for a four-week extension. Consequently, the legal aid application was dismissed due to the non-compliance with the court's improvement order and the expiration of the mandatory deadline. The decision relied on §§ 66(1) and 85(2) of the Code of Civil Procedure (ZPO) in conjunction with § 35 of the Constitutional Court Act (VerfGG), which prohibit the extension of the deadline for submitting a statement of assets, and § 72(1) ZPO regarding the non-public nature of the decision.

Legislator-Regeste

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§§ 66 Abs 1, 85 Abs 2 ZPO iVm § 35 Abs 1 VerfGG: The statutory deadline for submitting an asset declaration in constitutional proceedings is not subject to extension; failure to comply within the prescribed period results in the rejection of the procedural aid request.

Schlagwörter

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procedural aid asset declaration deadline extension constitutional proceedings non-compliance ZPO provisions VerfGG

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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§§ 66, 84, 85 ZPO
§ 35 Abs 1 VerfGG
§ 72 Abs 1 ZPO
§72 Abs1 ZPO
Diese Beschlüsse konnten gemäß §72 Abs1 ZPO iVm §35 Abs1 VerfGG in nichtöffentlicher Sitzung beschlossen werden.

Zitierte Rechtsprechung

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VfGH 10.6.1996 B1570/96
VfGH 10.6.1996 B1570/96).
VfGH 13.6.1989 B342/89

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Volltext

Die Anträge auf Bewilligung der Verfahrenshilfe und auf Fristerstreckung werden zurückgewiesen.

Begründung:

1. Der in Zaire lebende Einschreiter beantragt die Bewilligung der Verfahrenshilfe zur Beschwerdeführung gegen die Erledigung der Österreichischen Botschaft Nairobi vom 6. August 1997, Z1842/97, mit welcher sein Antrag auf Erteilung eines Sichtvermerkes abgewiesen wird.

Mit Schreiben vom 14. Oktober 1997 - zugestellt am 17. Oktober 1997 - wurde der Einschreiter gemäß §§66, 84, 85 ZPO iVm §35 Abs1 VerfGG unter Hinweis auf die Säumnisfolgen aufgefordert, innerhalb von vier Wochen ein Vermögensbekenntnis abzugeben und bekanntzugeben, ob der Rechtsanwalt für die Einbringung der Beschwerde allein oder für das gesamte Verfahren vor dem Verfassungsgerichtshof beigegeben werden soll. Die dem Einschreiter gesetzte Frist endete am 14. November 1997.

Mit beim Verfassungsgerichtshof am 17. November 1997 eingelangten Schriftsatz vom 14. November 1997 stellte der in der Verfahrenshilfeangelegenheit einschreitende Rechtsanwalt namens seines Mandanten den Antrag, die Frist für die Beibringung des Vermögensbekenntnisses um weitere vier Wochen zu verlängern, weil der Postweg nach und von Zaire längere Zeit in Anspruch nehme.

2. Die Anträge sind zurückzuweisen:

2.1. Gemäß der §§66 Abs1 und 85 Abs2 ZPO iVm §35 VerfGG ist die zur Vorlage eines Vermögensbekenntnisses gesetzte Frist nicht verlängerbar.

Der Antrag auf Fristerstreckung ist daher zurückzuweisen (vgl. VfGH 10.6.1996 B1570/96).

2.2. Da die Frist zur Vorlage eines Vermögensbekenntnisses ungenützt verstrichen ist und im übrigen auch der weitere dem Verfahrenshilfeantrag anhaftende Mangel nicht fristgerecht behoben wurde, ist der Antrag auf Bewilligung der Verfahrenshilfe wegen Nichterfüllung des Verbesserungsauftrages zurückzuweisen (vgl. VfGH 13.6.1989 B342/89).

3. Diese Beschlüsse konnten gemäß §72 Abs1 ZPO iVm §35 Abs1 VerfGG in nichtöffentlicher Sitzung beschlossen werden.