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B311/99 ECLI:AT:VFGH:1999:B311.1999 KI-generiert

Asylum appeal aid rejected because the six-week complaint deadline had already expired when the application was mailed.

Geschäftsnummer B311/99
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Österreich (AT)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

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The Constitutional Court rejected the applicant's request for procedural aid to file a late appeal against the asylum rejection decision. The applicant mailed the request for aid on February 23, 1999, but the six-week statutory deadline for filing the appeal had already expired since the decision was served on January 11, 1999. The court held that the mailing date did not interrupt the time limit, rendering the intended legal action inadmissible due to the clear lack of prospects for success.

Legislator-Regeste

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§ 82 Abs 1 VerfGG; § 464 Abs 3 ZPO iVm § 35 Abs 1 VerfGG: The six-week deadline for filing an appeal against an asylum rejection decision expires upon the mailing of the request for aid if the aid application is submitted after the deadline has passed, and the court must reject the aid request if the appeal is clearly time-barred.

Schlagwörter

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asylum rejection appeal procedural aid request statutory time limit deadline interruption inadmissible complaint

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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§ 82 Abs 1 VerfGG
§ 464 Abs 3 ZPO
§ 35 Abs 1 VerfGG
§ 63 Abs 1 ZPO
§ 72 Abs 1 ZPO
§464 Abs3 ZPO
Da die sechswöchige Beschwerdefrist des §82 Abs1 VerfGG zum Zeitpunkt der Postaufgabe des vorliegenden Antrags schon verstrichen war, trat eine Unterbrechung dieser Frist nicht ein (§464 Abs3 ZPO iVm §35 Abs1 VerfGG); eine künftige Beschwerde erwiese sich daher als verspätet.
§63 Abs1 ZPO
§72 Abs1 ZPO

Zitierte Rechtsprechung

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VfGH 13.6.1995 B1117/95

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Volltext

Der in der Beschwerdesache des G E gegen den Bescheid des Unabhängigen Bundesasylsenates vom 7. Jänner 1999, gestellte Antrag auf Bewilligung der Verfahrenshilfe wird abgewiesen.

Begründung:

Mit dem am 23. Feber 1999 zur Post gegebenen Antrag begehrt der Einschreiter die Bewilligung der Verfahrenshilfe (einschließlich der Beigebung eines Rechtsanwaltes) zur Erhebung einer Beschwerde gegen den Bescheid des Unabhängigen Bundesasylsenates vom 7. Jänner 1999, mit dem sein Antrag auf Gewährung von Asyl abgewiesen wurde.

Dieser Bescheid wurde dem Antragsteller nachweislich am 11. Jänner 1999 zugestellt. Da die sechswöchige Beschwerdefrist des §82 Abs1 VerfGG zum Zeitpunkt der Postaufgabe des vorliegenden Antrags schon verstrichen war, trat eine Unterbrechung dieser Frist nicht ein (§464 Abs3 ZPO iVm §35 Abs1 VerfGG); eine künftige Beschwerde erwiese sich daher als verspätet.

Bei dieser Sach- und Rechtslage war der Antrag auf Bewilligung der Verfahrenshilfe wegen offenbarer Aussichtslosigkeit der beabsichtigten Rechtsverfolgung (§63 Abs1 ZPO iVm §35 Abs1 VerfGG) mit in nichtöffentlicher Sitzung gefaßtem Beschluß (§72 Abs1 ZPO iVm §35 Abs1 VerfGG) abzuweisen (vgl zB VfGH 13.6.1995 B1117/95).